Provisionieren eines AASTRA 30i, 31i, 53i, 55i, 57i und 39i für die 3CX IP-Telefonanlage für Windows
Hinweis 1: Die nachfolgenden Konfigurationsschritte wurden unter der Firmware-Revision V3.2.1 getestet. Beachten Sie, dass andere Firmware-Revisionen eine unterschiedliche Web-Benutzeroberfläche und andere Funktionalitäten aufweisen können. Ggf. wurde Ihr Telefon mit einer veralteten Firmwareversion verschickt, die Sie updaten müssen. Die folgenden Konfigurationsschritte gelten für ein zuvor noch nicht eingerichtetes, neues Telefon oder für ein Gerät, das auf Werkseinstellungen zurückgesetzt worden ist. Stellen Sie im Zweifelsfall zur Vermeidung von Problemen vor der Konfigurierung die Werkseinstellungen wieder her.
Diese Anleitung behandelt folgende Punkte, führen Sie ALLE Punkte für eine erfolgreiche Einbindung durch:
- Das 3CX Phone System auf eine neu zu provisionierendes Telefon ausrichten
- Automatisierte Übergabe der Konfiguration an das Aastra Telefon
-Via DHCP Option 66 (0 Touch Konfig)
-Via manueller Update Pfad - Einrichtung von Displaysprachen
- Einrichtung von Zeitzone und Sommer/Winterzeit
- Firmwareupdate
- Einschränkungen
1. Das 3CX Phone System auf eine neu zu provisionierendes Telefon ausrichten
- Rufen Sie unter der Nebenstelle den Reiter Telefon-Provisioning auf.
- Geben Sie die aus 12 Zeichen bestehende MAC-Adresse des Telefons an. Diese Information ist üblicherweise auf der Unterseite des Telefons zu finden.
- Wählen Sie das Modell des zu provisionierenden Geräts aus.
- Verfügt Ihr Telefonanlagen-Server über mehrere Netzwerkschnittstellen, wählen Sie per Drop-Down-Menü Schnittstelle auswählen die IP-Adresse der Schnittstelle aus, über die sich das Telefon mit der 3CX-Anlage verbindet. Ist nur eine Netzwerkkarte vorhanden, überspringen Sie diesen Schritt.

- Sollten Sie eine Tastenerweiterung haben wählen Sie die Modelle mit +560 oder +536 aus. Beachten Sie die Lienentastenbelegung unter: http://www.3cx.de/blog/aastra-673x-und-675x-linientastenvorlage/
- Klicken Sie unten auf der Seite auf OK, um die Konfigurationsdatei zu erstellen. Die Datei wird in einem Verzeichnis auf dem Webserver angelegt und vom Telefon beim Start abgerufen.
2. Automatisierte Übergabe der Konfiguration an GrandStream Telefone
- Via DHCP-Option 66
Es ist zu empfehlen, IP-Telefonen die URL zum automatischen Abruf der Provisionierungsdatei mit Hilfe der DHCP-Option 66 vorzugeben. Per DHCP-Server können Netzwerkgeräten nicht nur IP-Adressen, DNS-Server und Router-IPs bereitgestellt werden, sondern auch eine Boot-Server-Adresse, über die die meisten SIP-Telefone die URL zum Abruf von Konfigurationsdateien erhalten.
Dieses ist der von 3CX empfohlene Weg. Lesen Sie hier die Einrichtung Ihres DHCP Server. - Via manueller Update Pfad
Für unser Konfigurationsbeispiel soll gelten, dass die IP-Adresse des Telefons 10.0.0.126 und die IP-Adresse der 3CX-Anlage 192.168.1.3 lautet. Geben Sie die Telefon-IP wie folgt in Ihrem Browser ein, um die Web-Oberfläche des Geräts aufzurufen: http://10.0.0.126. Username und Passwort sind bei Default admin/22222. Rufen Sie die Seite “Configuration Server” unter “Advances Settings” auf setzen Sie das “Download Protocol” auf HTTP. Unter HTTP Server, path und Port setzen Sie
-HTTP Server auf 192.168.1.3
-HTTP Path auf provisioning
-HTTP Port auf 5000

- Bestätigen Sie die Eingabe mit “Save Settings”
- Das Telefon führt einen Neustart durch. Nach dem Neustart ruft das Gerät seine Konfigurationsdateien ab und meldet sich an der 3CX IP-Telefonanlage an. Die Anmeldung kann über die 3CX-Verwaltungskonsole auf der Seite Nebenstellenstatus kontrolliert werden.
3. Einrichtung von Displaysprachen
- Damit die Displaysprache geändert werden kann, müssen Sie die entsprechenden Sprachpakete auf dem Server nachrüsten. Dazu laden Sie die entsprechenden Sprachpakete von her Hersteller Seite herunter (Modell/Firmware) und legen Sie die entpackten Dateien unter XP, 2003: C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\3CX\Data\Http\Interface\provisioning\firmware
Vista,7,2008: C:\ProgramData\3CX\Data\Http\Interface\provisioning\firmware ab. Ab nun kann die Displaysprache provisioniert werden. Dieser Schritt muss ausgeführt werden, auch wenn Sie nicht eine andere Displaysprache auswählen möchten. Für das 6739i müssen Sie ein separates Sprachpaket laden (alle anderen 67** Modelle verwenden das gleiche Sprachpaket) und in den Unterordner \firmware\6739i ablegen. Sollten Sie dien Ordner nicht haben, legen Sie diesen bitte an.
4. Einrichtung von Zeitzone und Sommer/Winterzeit
- Um die Richtigen Zeitzone und Sommer/Winterzeit an das Telefon zu übergeben gehen Sie bitte in der 3CX Verwaltungskonsole auf “Einstellungen” “Telefone Provisioning” und Tragen Sie in den Dropdown die richtige Zeitzone sowie DST Zeit ein.

5. Firmwareupdate
- Um ein Firmwareupdate durchzu führen laden Sie von der Aastra Webseite die passende Firmware. Nachdem Sie die Firmware von Aastra geladen haben, öffnen Sie die 3CX Verwaltungskonsole und gehen auf Telefone – Firmwareupdate (sollte Ihnen diese Option nicht angezeigt werden klicken Sie auf den kleinen Pfeil nach unten für weitere Optionen). Mit Durchsuchen können Sie nun eine neue Firmware in das Systemladen. Nach dem Upload wählen Sie die passende Firmware für das Model aus. Achtung: Die Firmware für das 6793i muss in den Odern “6739i[D]” abgelegt werden. Sollte Íhnen der Odern nicht angezeigt werden, legen Sie diesen bitte wie unter Punkt 4 besprochen an. Sie können mehrere Telefone es gleichen Models auf einmal updaten, aber nicht verschiedene auf einen Schritt. Bestätigen Sie den Upload.

6. Einschränkungen
- Der Import eines persönlichen Telefonbuches neben dem Firmentelefonbuch ist nicht möglich.
- Aastra Telefone unterstützen kein HTTP Dialing via 3CX MyPhone – MakeCall muss genutzt werden.
- Kann auf Grund eines veränderten RecordRoute nicht mit dem 3CX Sip Proxy Manager verbunden werden.
- Zeigt durch eine veränderte Implementierung im BLF bei internen Anrufen beide Nebenstellen als Leutend an, was bei dem Call Pickup zu Problemen führt, da nicht klar ist welche Nebenstelle die Rufende und welche die Leutende ist, zudem ist die Übergabe der neuen CID (Rufnummer) nicht möglich, da diese in einem nicht RFC konformen Feld stehen muss.
- Es können KEINE von 6 möglichen unterschiedlichen Klingeltöne signalisiert werden Aufgrund einer festen Wertetabelle
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