Welche Arten von Codecs gibt es?

 

Als Codec wird ein Verfahren bezeichnet, das Daten oder Signale digital kodiert und dekodiert, um sie in komprimierter Form über ein Datennetzwerk zu verschicken. Es gibt sowohl Video- als auch Audio-Codecs, die sich in die beiden Kategorien “verlustfrei” und “verlustbehaftet” unterteilen lassen.

Bei verlustfreien Codecs bleiben alle in den Ursprungsdaten enthaltenen Audio-/Videoinformationen in ihrer ursprünglichen Qualität erhalten. Mit verlustbehafteten Codecs, die oft Qualitätseinbußen zur Folge haben, lässt sich eine höhere Komprimierung erzielen, um bei der Übertragung eine geringere Bandbreite zu beanspruchen.

Folgende Codecs werden aktuell verwendet:

Audio-Codecs:

  • GSM – 13 KBit/s Sprachdatenrate (Full-Rate-Verfahren), 20-ms-Frames
  • iLBC – 15 KBit/s, 20 ms-Sprachrahmen: 13.3 KBit/s, 30-ms-Frames
  • ITU G.711 – 64 KBit/s, Sample-basierend. Wird auch als A-law/µ-law-Verfahren bezeichnet.
  • ITU G.722 – 48/56/64 KBit/s
  • ITU G.723.1 – 5,3/6,3 KBit/s, 30-ms-Frames
  • ITU G.726 – 16/24/32/40 KBit/s
  • ITU G.728 – 16 KBit/s
  • ITU G.729 – 8 KBit/s, 10-ms-Frames
  • Speex – 2,15 bis 44,2 KBit/s
  • LPC10 – 2,5 KBit/s
  • DoD CELP – 4,8 KBit/s

Video-Codecs:

  • VP8 – kostenloser Codec zur Komprimierung von HD-Video (auch zum Streamen)
  • H.264/MPEG-4 Part 10 oder AVC (Advanced Video Coding) – sehr beliebter, kostenpflichtiger Codec zur Komprimierung von HD-Video

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