Was ist DID?

DID – Direct Inward Dialing – wird von Telekommunikationsunternehmen angeboten und ist in Europa auch als DDI (Direct Dialing In) bekannt. DID erlaubt die Durchwahl zu einem Teilnehmer, der an eine private Telefonanlage angeschlossen ist.  Telefonanbieter weisen Kunden dabei einen Nummernbereich zu, der mit einer oder mehreren Telefonleitungen verbunden ist.

Per DID können Unternehmen allen Mitarbeitern eine persönliche Rufnummer zuteilen, ohne für jeden von ihnen eine eigene Telefonleitung zu benötigen. Sprachanrufe sind dadurch leichter zu verwalten und Nebenstellen ohne Vermittlung durch die Telefonzentrale direkt erreichbar. DID-Nummern lassen sich sowohl für Fax- als auch Sprachanrufe verwenden.

Ein Unternehmen mit beispielsweise 25 Mitarbeitern kann jedem eine eigene Telefonnummer/Nebenstelle zuweisen. Werden  jedoch nur 10 physische Leitungen vom Telefonanbieter gemietet, kann nur die entsprechende Anzahl an gleichzeitigen Gesprächen geführt werden. Weitere ausgehende Anrufe sind erst nach dem Freiwerden von Leitungen möglich. Ebenso erhalten externe Anrufer ein Besetzt-Signal oder werden an eine Mailbox weitergeleitet, falls alle 10 Leitungen besetzt sind.

In der VoIP-Telefonie wird DID auf ähnliche Weise unterstützt. DID-Nummern werden hierbei einem Gateway zugewiesen. So sind per VoIP angebundene Teilnehmer bei über das klassische Telefonnetz (PSTN, Public Switched Telephone Network) eingehenden Anrufen ebenfalls direkt per Durchwahlnummer erreichbar. Das Gateway verbindet das PSTN mit dem VoIP-Netz und sorgt für eine korrekte Umwandlung und Weiterleitung von Anrufen.

Für DID ist eine ISDN-/Digitalleitung notwendig. Als DID-Hardware sind ISDN-BRI- bzw. E1- oder T1-Karten oder -Gateways erforderlich.