Was bedeutet SRTP?

VoIP-Telefonie erfordert zwei Protokolle für den Verbindungsaufbau sowie die Übertragung von Audio- und Videoströmen. Dabei ist das SIP-Protokoll (Session Initiation Protocol) für den Verbindungsaufbau verantwortlich, die Übertragung von Audio und Video erfolgt per RTP (Real-Time Transport Protocol). Da SIP/RTP-Verbindungen dem Risiko unterliegen, abgehört oder sogar mitgeschnitten zu werden, genügen diese nicht, um Informationen sicher auszutauschen und sollten nur innerhalb des lokalen Netzwerkes (LAN) Anwendung finden. Das gegenüber dem RTP (Real-Time Transport Protocol) um Sicherheitsfunktionen erweiterte SRTP (Secure Real-Time Transport Protocol) besitzt den Vorteil einer zusätzlichen Authentifizierung und geschützten Übertragung plus Wiedergabeschutz – allesamt Merkmale, die überwiegend für die Kommunikation per Voice-over-IP zum Einsatz kommen.

SRTP-Protokoll

Wie funktioniert SRTP?

Per Authentifizierung und Verschlüsselung minimiert SRTP unter anderem Sicherheitsrisiken durch Angriffe per Denial of Service (DoS). Im Jahr 2004 von der IETF (Internet Engineering Task Force) im RFC 3711 veröffentlicht, kommt SRTP kommt heute ebenso wie DTLS (Datagram Transport Layer Security) und anderen Sicherheitsprotokolle im Rahmen der WebRTC-Technologie zum Einsatz. Sobald eine Gesprächsverbindung aufgebaut wurde, kodiert und verpackt SRTP Sprache in Datenpakete, welche der Empfänger nur mithilfe eines entsprechenden Master-Key wieder entschlüsseln und damit den Gesprächspartner hören kann. Hierbei ist es erforderlich, dass die Endgeräte aller Teilnehmer das Secure Real-Time Transport Protocol unterstützen.

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