Website nicht erreichbar? Dies könnten die Gründe sein

Wenn eine Website nicht erreichbar ist, sollte man sich zunächst mal Schritt für Schritt vortasten, um herauszufinden, an welchem Punkt zwischen dem eigenen Internetzugang und der jeweiligen Website das Problem liegt.

In den meisten Fällen sitzt der Fehler vor dem Rechner, d.h. man sollte zunächst die Möglichkeit der Fehlbedienung und Fehlkonfiguration der eigenen Systeme in Betracht ziehen.

Website nicht erreichbar! Wo ist der Fehler?

Probleme können an einer Reihe von Punkten bestehen, die es der Reihe nach gilt, zu untersuchen:

  • Zunächst mal sollte man natürlich feststellen, ob der Rechner, auf dem getestet wird, überhaupt eine stabile LAN- oder WLAN-Verbindung hat. Meldet das System „eingeschränkte Konnektivität“, so besteht vielleicht ein Problem mit DHCP und der Rechner bekam noch überhaupt keine lokale IP-Adresse zugeteilt. Die IP-Adresse des Rechners lautet dann meistens 169.254.x.x („local link“).
  • Die Anwendung, in der das Problem entsteht, ist nicht richtig konfiguriert. Kann ein Browser beispielsweise einen Website nicht erreichen, so kann dies an einem falschen bzw. nicht erforderlichen oder fehlenden HTTP-Proxy liegen.
  • Der Domain Name Service zur Auflösung von Namen zu IP-Adressen funktioniert nicht korrekt. Dies kann daran liegen, daß die Konfiguration der DNS-Server falsch ist oder daß die konfigurierten DNS-Server nur DNS per UDP, nicht jedoch DNS per TCP unterstützen. Ein Test mit nslookup ist empfehlenswert.
  • Die Verbindung zwischen Gerät, von dem aus getestet wird, und dem eigenen Internetrouter ist nicht stabil. Dies kann beispielsweise bei nicht kabelgebundenen Zugangstechnologien wie WLAN (wireless) oder dLAN (über das Stromnetz) passieren. Jedoch auch bei kabelgebundenen Verbindungen können Fehler im Kabel bestehen.
  • Der eigene Internetrouter ist falsch konfiguriert. Hierzu zählen vor allem Filter und Firewall-Einstellungen bzw. Portweiterleitungen, die ggf. verhindern, daß Anfragen vom eigenen Rechner das LAN verlassen bzw. die Rückantworten von Servern im Internet nicht mehr zurück in das LAN gelassen werden.
  • Der Internetzugang hat ein Problem. Dies können ein defektes Kabelmodem, ein fehlerhafter DSL-Splitter, eine Störung in einer Vermittlungssteller oder beim Provider, bis hin zu regionalen Ausfällen von DSL- oder Kabel-Internet-Knoten sein. Sofern es sich um Geräte und Einrichtungen handelt, die nicht in der Kontrolle des Endkunden sind, muss die Störungshotline des Internetanbieters verständigt werden.
  • Der Internet-Service-Provider hat ein Problem im eigenen Netz. Durch Routingstörungen oder Ausfälle einzelner Komponenten kann es auch im Netzwerk des ISP zu Störungen kommen, die die Verfügbarkeit von Internetzugang für Endkunden einschränken oder reduzieren. Hier kann nur die Störungshotline des ISP weiterhelfen.
  • Der Internet-Service-Provider hat ein Peering-Problem. „Peering“ ist das Zusammenschalten von Netzen mehrerer Service-Provider zu einem Interconnect-Netzwerk – zu einem Internet. Fallen solche Interconnections aus, kann man nur einen Teil des weltweiten Internet erreichen. Auch hier muss die Störungshotline des ISP informiert werden.
  • Der Weg zum Zielsystem ist gestört. Ebenso wie Interconnect-Probleme zwischen dem eigenen ISP und anderen auftreten können, kann dies natürlich auch auf dem Weg zum Zielserver im Internet an beliebigen anderen Übergängen zwischen Netzwerken passieren. Ist der Weg zum Zielsystem gestört, so sollte man geduldig sein, denn das Problem ist selten einfach einzugrenzen und zu beheben. Mit Hilfe des unten erwähnten „traceroute“ kann man versuchen, eine Indikation der Fehlerstelle zu erhalten, da hier angezeigt wird, welchen Weg Pakete nehmen und ab wo keine Rückantwort mehr erfolgt. Dies kann jedoch auch andere Ursachen haben.
  • Das Zielnetz oder der Zielserver sind gestört. Hierzu muss man eigentlich nichts mehr sagen, denn logischerweise können die gleichen Probleme wie eingangs genannt auch beim Zielserver auftreten. Kann man dies feststellen, so sollte man den Betreiber des Zielservers informieren.
  • Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, daß die IP-Adresse, die man von seinem eigenen ISP zugewiesen bekam, aus einem auf dem Zielserver gesperrten IP-Adressbereich stammt. Manche Websites verwenden sogenannte Bogonlisten, um SPAM oder gefälschte IP-Adressen von der eigenen Site fernzuhalten. Wechseln diese IP-Adressbereiche den Besitzer und werden sie beispielsweise einem großen ISP zugewiesen, so führt dies zu Nichterreichbarkeit. Hier muss man den Betreiber des Zielservers informieren.

Fehler, die systematisch auftreten, lassen sich reproduzieren und auch einfacher diagnostizieren. In erster Linie geht es bei der Fehleranalyse also darum, die Reproduzierbarkeit herzustellen und die Bestimmung der Art des Fehlers durchzuführen. Aussagen in der Art „mein Internet geht nicht“ sind nicht geeignet, irgendeine Massnahme einzuleiten und helfen daher nicht wirklich weiter.

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