Konfiguration eines SIP-Trunks
- Einführung
- DID-Nummern
- Rufnummernanzeige bei ausgehenden Gesprächen (Caller ID)
- Schritt 1: Kontoerstellung bei einem unterstützten VoIP-/SIP-Trunk-Anbieter
- Schritt 2: Hinzufügen des SIP-Trunk-Anbieterkontos in 3CX
- Schritt 3: Weiterleiten von (DID-)Nummern an ein Ziel
- Schritt 4: Erstellen einer ausgehenden Regel
- Schritt 5: SMS/MMS konfigurieren (optional)
- Überprüfen Sie Ihren SIP-Trunk.
- Synchronisierungs- und Ansichtsvorlagenoptionen
- Weiterführende Informationen
Einführung
Um Anrufe tätigen und empfangen zu können, müssen Sie ein Konto bei einem SIP-Trunk-Anbieter (auch VoIP-Anbieter genannt) erstellen. Ein SIP-Trunk-Anbieter verbindet Sie mit dem herkömmlichen Telefonnetz (PSTN). Mit einem eigenen Konto bei einem SIP-Trunk-Anbieter haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Telefonnummern. Zudem profitieren Sie in den meisten Fällen auch von geringeren Telefonkosten. 3CX unterstützt eine Reihe von SIP-Trunk-Anbietern. Sie wurden aufgrund der einfachen Konfiguration, der einfachen Kontoeinrichtung und des Supports ausgewählt.
DID-Nummern
SIP-Trunk-Anbieter stellen Ihnen DID-Nummern (Direct Inward Dialing, auch als DDI, Direct Dialling-In, oder MSN, Multiple Subscriber Number bezeichnet) bereit. DIDs erlauben eine direkte Durchwahl zu einem Teilnehmer, der an Ihre Telefonanlage angeschlossen ist. Ebenso können Sie eingehende Anrufe ohne Vermittlung durch die Telefonzentrale an Warteschleifen, Rufgruppen oder Digitale Rezeptionisten (IVR) weiterleiten lassen. Die virtuellen Nummern kosten nur einen Bruchteil physischer Leitungen oder zusätzlicher SIP-Trunks.
Rufnummernanzeige bei ausgehenden Gesprächen (Caller ID)
Ausgehende Anrufe erhalten standardmäßig die Hauptleitungsnummer als Caller ID. Wenn einer Nebenstelle eine DID zugewiesen ist, verwendet sie standardmäßig diese Caller ID. Sie können die Caller ID weiterhin auf Nebenstellenebene festlegen, aber nur wenige Anbieter erlauben das sogenannte „Clip, no Screening“ (Anzeige von beliebigen Rufnummern, die nicht zum Anschluss gehören), da es von Spam-Anrufern missbraucht wird.
WICHTIG! Bei lokalen und selbstgehosteten Installationen sollte zuerst die Firewall-Prüfung durchgeführt werden! Ihre Firewall muss korrekt konfiguriert sein. Sehen Sie sich unsere Anleitung zur Firewall-Konfiguration an.
Schritt 1: Kontoerstellung bei einem unterstützten VoIP-/SIP-Trunk-Anbieter
Finden Sie einen unterstützten VoIP-/SIP-Trunk-Anbieter in Ihrem Land. Wenn Sie einen bevorzugten oder unterstützten SIP-Trunk-Anbieter verwenden, ist 3CX für die Zusammenarbeit mit dem VoIP-Anbieter vorkonfiguriert und Sie können sicher sein, dass Sie sowohl von 3CX als auch vom VoIP-Anbieter Unterstützung erhalten.
Sollten Sie keinen von 3CX offiziell unterstützten Anbieter nutzen, stellen Sie sicher, dass dieser mit 3CX vertraut ist und Sie bei der Konfiguration des SIP-Trunks unterstützt. Bitte beachten Sie, dass kein entsprechender Support durch 3CX angeboten wird.
Schritt 2: Hinzufügen des SIP-Trunk-Anbieterkontos in 3CX
Nachdem Sie ein VoIP-Anbieterkonto erhalten haben, müssen Sie es in 3CX konfigurieren.
- Navigieren Sie zu “Admin“ > “Trunks & Chat“. Klicken Sie auf ”+ Trunk hinzufügen”.
- Geben Sie einen Namen für diesen Trunk ein.
- Geben Sie eine Standardroute zu einem Ziel ein, an das Anrufe für DID-Nummern weitergeleitet werden, die keiner (System)nebenstelle zugewiesen sind. Sobald Sie die Hauptnummer beispielsweise Ihrem Haupt-IVR zuweisen, wird die Standardroute für die Haupt-Trunk-Nummer ignoriert. Gleiches gilt für eine DID-Nummer, die einer Nebenstelle zugewiesen ist. Bei der Standardroute handelt es sich somit und das Ziel für alle nicht zugewiesenen DID-Nummern
- Wählen Sie das zugehörige Land aus und wählen Sie über das Drop-Down-Feld unter dem Feld ”Trunk“ Ihren Anbieter aus.
- Wenn Sie einen offiziell unterstützten SIP-Trunk-Anbieter nutzen, wird die Authentifizierungsmethode automatisch ausgewählt. Bei einigen Anbietern können Sie jedoch unter verschiedenen Optionen auswählen, die Sie in der generischen Vorlage konfigurieren müssen. Eine SIP-Trunk-Authentifizierung erfolgt entweder per Anmeldung mit Ihren Zugangsdaten oder IP-basiert, bei der Sie Ihre IP-Adresse bereitstellen müssen. Bei einer IP-basierten Authentifizierung müssen Sie sich mit Ihrem Anbieter in Verbindung setzen, wenn Sie 3CX auf einem anderen Host betreiben wollen und sich hierdurch die IP-Adresse ändert.
- Geben Sie die Anmeldedaten, die Authentifizierungs-ID und das Passwort, die Sie von Ihrem SIP-Trunk-Anbieter erhalten haben, zusammen mit Ihrer Haupt-Trunk-Nummer ein. In einigen Fällen werden zusätzliche Angaben angefordert (basierend auf den Anforderungen des SIP-Trunk-Anbieters).
- Klicken Sie oben auf die Registerkarte „DID-Nummern“ und dann auf „+Hinzufügen“, um alle mit diesem Konto verknüpften DID-Nummern hinzuzufügen. Sie können auch „Importieren“ verwenden, um DID-Nummern in großen Mengen zu importieren. Hier ist eine Beispiel-Importdatei „.txt“ für DIDs, die Sie herunterladen können.
- Wählen Sie unter “Beschränken auf” aus, ob der SIP-Trunk systemweit oder nur einer einzelnen Abteilung zugewiesen sein soll. Ein systemweiter SIP-Trunk kann nur durch Systemeigentümer und Systemadministratoren verwaltet werden, ein abteilungsspezifischer Trunk hingegen auch durch Gruppeneigentümer und -administratoren. Bei Letzterem sind die DID-Nummern nur innerhalb dieser Abteilung sichtbar.
- Klicken Sie auf ”Speichern“. Sie können jetzt Anrufe tätigen und entgegennehmen. Nach der Erstellung sehen Sie eine Statusanzeige, die nicht registrierte SIP-Trunks in Rot und registrierte in Grün anzeigt.
Schritt 3: Weiterleiten von (DID-)Nummern an ein Ziel
Jetzt müssen Sie die Nummer und optionale DID/MSN-Nummern an ihr Ziel weiterleiten:
- Um eine Nummer an einen IVR, eine Rufgruppe, eine Warteschleife oder einen Digitalen Rezeptionisten (IVR) weiterzuleiten, gehen Sie zu ”Anrufverwaltung“, wählen Sie das Ziel aus und wählen Sie die DID-Nummer aus der Drop-Down-Liste ”Zugewiesene DID-Nummer(n)“ aus.
- Um eine Nummer an eine Nebenstelle weiterzuleiten, gehen Sie zu ”Nutzer“, wählen Sie den gewünschten Nutzer aus und wählen Sie auf der Registerkarte ”Allgemein“ die DID/MSN-Nummer aus der Drop-Down-Liste “Zugewiesene DID/MSN-Nummer(n)“ aus.
Schritt 4: Erstellen einer ausgehenden Regel
Nachdem Sie den SIP-Trunk konfiguriert haben, müssen Sie eine Ausgangsregel erstellen, die Nebenstellennutzern die Nutzung dieses SIP-Trunks ermöglicht. Dazu müssen Sie eine Ausgangsregel erstellen, die Anrufe je nach Präfix, Nummernlänge oder Gruppenmitgliedschaft weiterleitet. (Sie können beispielsweise ein Präfix von 0 verwenden oder eine Ausgangsregel, die für eine Reihe von Nebenstellen oder alle Benutzer in einer Abteilung gilt.) Weiterführende Informationen erhalten Sie in der Anleitung zur Konfiguration ausgehender Anrufe.
Schritt 5: SMS/MMS konfigurieren (optional)
Diese Option ist hauptsächlich für Kunden in den USA und Kanada gedacht. In den USA sind die meisten DID-Nummern standardmäßig zum Senden und Empfangen von SMS aktiviert. Wenn Sie einen unserer unterstützten Anbieter konfigurieren, wird auch die zusätzliche Registerkarte ”SMS“ angezeigt, sofern Ihr Anbieter dies unterstützt.
- Aktivieren Sie das Kontrollkästchen “SMS aktivieren“, um den für Sie erstellten 3CX-Webhook zu erhalten.
- Stellen Sie sicher, dass alle Ihre DID-Nummern als E.164-Nummern eingegeben wurden. Wenn Ihre Nummer also (813) 591-0130 lautet, müssen Sie sie als +18135910130 eingeben.
- Gehen Sie zum Portal Ihres Anbieters und fügen Sie den Webhook ein, wie in den Anleitungen beschrieben:
- VoxTelesys
- Bandwidth
- Flowroute
- Weitere Anleitungen finden Sie auf unserer Seite zur Konfiguration des SIP-Trunk-Anbieters.
- Besorgen Sie sich im Portal Ihres VoIP-Anbieters den „Access Key“ und den „Secret Key“. Geben Sie diese hier ein und klicken Sie auf ”Speichern“.
- Falls die SMS-Anrufer-IDs nicht immer im einheitlichen Format empfangen werden, können Sie die Option „Anrufer-ID-Nummernabgleich aktivieren“ aktivieren, um die Nummer auf eine bestimmte Länge zu kürzen und die Gespräche anhand dieses Teils zuzuordnen.
- Vergessen Sie nicht, auf „Speichern“ zu klicken.
Überprüfen Sie Ihren SIP-Trunk.
Sie können den integrierten SIP-Trunk-Checker zur Fehlerbehebung bei Trunk-Problemen verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Synchronisierungs- und Ansichtsvorlagenoptionen
Sie können diese beiden Optionen zur Verwaltung benutzerdefinierter Provider-Vorlagen nutzen. Die vollständige Anleitung finden Sie hier.
Weiterführende Informationen
- Von 3CX unterstützte SIP-Trunk-Anbieter
- Umformatieren von Rufnummern (EN)
- Konfigurationsanleitungen für SIP-Trunk-Anbieter weltweit (EN)
- Voraussetzungen, um ein unterstützter SIP-Trunk-Anbieter zu werden (EN)
- Erfahren Sie, wie Sie Notrufnummern konfigurieren.
- Lesen Sie diesen Artikel zum Konfigurieren von E911. (EN)
Letztes Update
Dieses Dokument wurde zuletzt am 13. Juli 2026 aktualisiert.
