Obligatorische Remote-Speicherung

RS-m.ster

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3. März 2022
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Hallo zusammen,

wir sind ein kleines Unternehmen und nutzen 3cx Enterprise. Nach dem Update gestern auf die aktuellste Version erscheint oben der Banner dass keine Remote-Sicherung eingerichtet ist und ich suche nach dem Lösungsweg in unserer Infrastruktur:

3cx ist selbst gehostet auf einem eigenen Debian-PC. Dieser hängt wie auch die Telefone an einer eigenständigen Fritzbox und vom Firmennetzwerk unabhängigen Leitung.

Die normalen Backups werden wöchentlich lokal erzeugt, einmal monatlich lade ich das aktuelleste Backup über das Webinterface herunter.
Da wir weder Chats noch Sprachaufzeichnungen noch Faxe haben müssen wir eigentlich auch nichts archivieren, es geht wohl nur darum um ein Backup parallel zu den anderen an einem anderen Ort zu sichern?

Wenn ich das richtig gelesen habe kann ich allerdings den USB-Anschluss der Fritzbox nicht nutzen, um dort auf einem USB Stick zu speichern. Cloud-Speicher kommt für uns nicht in Frage.
Und ein NAS für die Fritzbox für nur diesen Zweck anzuschaffen macht keinen Sinn. SMB wird daher auch nicht gehen.

Bliebe also nur FTP, was wir aber auch erst aufbauen müssten um nur etwas zu sichern was ich eh schon sichere und zusätzlich als Sicherungskopie herunterlade?
Nur weil das verpflichtend wird, müsste ich hier Abschirmungen öffnen?

Es wäre nett wenn das jemand mal aufklären könnte, die 3cx-Seite/Admin-Handbuch gibt da nicht viel her (vermutlich kommt man mit der Dokumentation nicht hinterher)
Danke und Grüße,

Michael


ps: wenn das doch mit der Fritzbox/USB gehen sollte wär es super wenn jemand eine Anleitung dazu machen könnte.
 
Hallo Michael,

Remote-Sicherung kann einer der folgenden Speicherorte sein:
1760524687624.png


Die Fehlermeldung verschwindet erst, sobald mindestens eine Sicherung eingerichtet wurde.
Da du keine Cloud-Sicherung durchführen möchtest, gibt es hier leider keine einfache Lösung.
Eine USB-Sicherung wird von 3CX nicht unterstützt. Falls du jedoch über einen lokalen SMB-Server verfügst, könntest du diesen eventuell als Sicherungsziel verwenden.


Bei all unseren Kunden setzen wir konsequent auf eine Remote-Cloud-Sicherung, da wir diese als unverzichtbar erachten.
3CX liegt mit der Empfehlung einer externen Datensicherung völlig richtig – eine automatisierte Cloud-Lösung minimiert die Fehlerquote erheblich (z. B. menschliche Fehler wie das Vergessen, Festplatten zu wechseln)
 
Eine USB-Sicherung wird von 3CX nicht unterstützt. Falls du jedoch über einen lokalen SMB-Server verfügst, könntest du diesen eventuell als Sicherungsziel verwenden.
das ist das was ich noch herausfinden will. Auf der Fritzbox kann ich ja den USB Stick als NAS freigeben, dann ist die Fritzbox doch der SMB-Server?
  1. NAS-Funktion aktivieren:
    Gehen Sie zu Heimnetz > USB / Speicher. Dort wird der USB-Stick angezeigt. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen bei Speicher (NAS).

    • Netzwerkzugriff freigeben:
      Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt Heimnetzfreigabe und aktivieren Sie die Option Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB).
    • Benutzer konfigurieren:
      Legen Sie im Bereich Heimnetzfreigabe fest, welche FRITZ!Box-Benutzer auf die Daten zugreifen dürfen. Sie können vorhandene Benutzer auswählen oder neue erstellen.

Oder ist die 3cx Doku doch veraltet und es geht mittlerweile?
 
Theoretisch (hab keine FritzBoxen hier), sollte das sowohl mit SMB als auch FTP funktionieren.
Also z.B. FTP wie unter
beschrieben einrichten und in der 3CX entsprechend hinterlegen.
Solange das lokal bleibt, kann es ja auch mal unverschlüsselt sein.
 
das ist das was ich noch herausfinden will. Auf der Fritzbox kann ich ja den USB Stick als NAS freigeben, dann ist die Fritzbox doch der SMB-Server?
  1. NAS-Funktion aktivieren:
    Gehen Sie zu Heimnetz > USB / Speicher. Dort wird der USB-Stick angezeigt. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen bei Speicher (NAS).

    • Netzwerkzugriff freigeben:
      Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt Heimnetzfreigabe und aktivieren Sie die Option Zugriff über ein Netzlaufwerk (SMB).
    • Benutzer konfigurieren:
      Legen Sie im Bereich Heimnetzfreigabe fest, welche FRITZ!Box-Benutzer auf die Daten zugreifen dürfen. Sie können vorhandene Benutzer auswählen oder neue erstellen.

Oder ist die 3cx Doku doch veraltet und es geht mittlerweile?
Das kann ich dir leider nicht genau sagen. Grundsätzlich ergibt es aber wenig Sinn, wenn die Fritz!Box im selben Haus steht – das ist kein echtes Offsite-Backup, sondern lediglich eine Sicherung auf einem anderen Gerät im gleichen Netzwerk.
Zwar verschwindet damit die Fehlermeldung, aber das von 3CX beabsichtigte Ziel wird dadurch nicht erreicht.
 
dann macht es allerdings auch keinen Sinn SMB zur Auswahl zu geben, da es sich hier um einen Windows-Freigabeorder im selben Netzwerk handelt oder lieg ich da falsch?
Wie gesagt, die Datenarchivierung ist für uns nicht von Belang und die automatischen Backups sichere ich ja sowieso in ein anderes physikalisch getrenntes Netzwerk...
 
dann macht es allerdings auch keinen Sinn SMB zur Auswahl zu geben, da es sich hier um einen Windows-Freigabeorder im selben Netzwerk handelt oder lieg ich da falsch?
Wie gesagt, die Datenarchivierung ist für uns nicht von Belang und die automatischen Backups sichere ich ja sowieso in ein anderes physikalisch getrenntes Netzwerk...
Achtung: leider ist der von 3CX eingeschlagene Weg für so kleine OnPremise Umgebungen eher kontraproduktiv.

Man kann zwar argumentieren, dass ein einmal im Quartal an die Seite gelegtes Vollbackup für die eigene Umgebung absolut ausreichend ist und man eventuell keinen Bedarf an der täglichen Sicherung von Chatverläufen, Voicemails etc. hat,
allerdings wird man ja auch zur Aktivierung der Datenarchivierung genötigt um den roten Hinweis zu entfernen.
Dies führt zwangsläufig dazu, dass z.B. Voicemails nach spätestens 30 Tagen auf den externen Speicher verschoben werden und beim Abhören der Nachricht eine Verbindung zu eben jenem hergestellt wird.
Ein 5€ USB Stick an der FritzBox (bei der zumindest vor Jahren die NAS Funktionalität ziemlich grusselig war) würde im Fehlerfall dazu führen, dass die 3CX nicht mehr auf diese Daten zugreifen kann.

Für Hoster ist das ganz nett um die VMs bei den Jägern und Sammlern von Voicemails etc. klein zu halten. Dies ist vermutlich auch der Grund warum 3CX das eingeführt hat - so bekommen sie bei den von ihnen gehostet Anlagen den Datenmüll und die Verantwortung ausgelagert und der Kunde muss sich wieder selbst drum kümmern.
Kleine virtualisierte OnPremise Anlagen mit funktionierender Backuplösung waren vorher vermutlich mit weniger Aufwand wesentlich konsistenter gesichert.
 
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genau, aber das Archivieren läuft ja parallel zum normalen Backup auf der lokalen Platte. Ich sehe da schon auch Sinn bei KMUs und Konzernen, wo viele Telefone und Chats oder Aufzeichnungen von Verkaufsgesprächen stattfinden. Für uns eben nicht.

ps: wenn der usb stick futsch ist steck ich halt n neuen ran, das Archiv ist ja für mich nicht von Interesse. Wiederherstellen kann ich ja auch von der normalen Backup-Datei wenn der Fall eintreten sollte...
 
Vermutlich wird in zukünftigen Versionen nur noch die Config und wichtige Dateien im Backup enthalten sein. Mit der nächsten Version soll es ja schon obligatorisch sein. Man muss also handeln.

Ein Tipp für kleine Unternehmen wäre, z.B. FTP vom Webhosting zu nutzen oder ein günstiges Hosting dafür zu buchen. Dann hat man das extern liegen und die Kosten halten sich in Grenzen.

SMB über die Fritzbox wäre auch ne Möglichkeit,
 
auf eine der beiden Möglichkeiten werde ich dann auch gehen (müssen). Fritzbox wär mir lieber, da verlassen keine Daten das Haus. Allerdings fehlt dazu noch die Anleitung für die Umsetzung.
 

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