Serverumzug

M.B.

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25. März 2020
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Hallo,
wir arbeiten seit Jahren zufrieden mit der 3CX auf einem lokalen Server innerhalb unserer Firma. Nun planen wir den Umzug auf einen dedizierten Server bei einem Hoster.
Aktuell läuft die 3CX unter W10 auf einer Hyper-V-Instanz eines Windows Server 2019. Auf dem neuen Server läuft Windows Server 2022. Da wir einen 24-Stunden Notdienst betreiben muss der Umzug reibungslos verlaufen.

Fragen
Besteht die Möglichkeit 3CX ohne Eingabe von Lizenzdaten zu installieren um Firewalleinstellungen einzurichten und zu testen?
Reicht es, wenn alles funktioniert, ein komplettes Backup der lokalen Anlage zu erstellen und auf dem neuen Server einzuspielen?
Wird die Lizenz dadurch übernommen?
Was könnte sonst schieflaufen?

Besten Dank und viele Grüße
Michael
 
Hallo @M.B.
Besteht die Möglichkeit 3CX ohne Eingabe von Lizenzdaten zu installieren um Firewalleinstellungen einzurichten und zu testen?
Installieren ohne Lizenzdaten ja, aber man kann sie nicht nutzen oder Firewalleinstellungen testen. Weiteres / Alternative s.u., Thema HA.

Reicht es, wenn alles funktioniert, ein komplettes Backup der lokalen Anlage zu erstellen und auf dem neuen Server einzuspielen?
Prinzipiell ja, wenn der öff. FQDN auf das neue Ziel verweist.

Da stellt sich die Frage: Was für Endgeräte werden verwendet und wie sind die aktuell / werden die später an die 3CX angebunden? Das ist ein wesentlicher Teil der vorab geklärt werden muss.

Wird die Lizenz dadurch übernommen?
ja

Was könnte sonst schieflaufen?
Ganz viel: Endgeräteanbindung, IP Sperre, SIP Trunk kann nicht fremd genutzt werden u.v.a.m.. Das lässt sich prinzipbedingt nicht alles vorab ohne Zeitverlust testen.

Sofern die 3CX eine Enterprise ist, besteht mit entspr. Vorbereitung auch die Möglichkeit, diese zusammen mit der neuen als HA System zu nutzen und dann umzuschalten. Das spricht für die geringsten Verluste. Man kann ja auch kurzfristig wieder zurückschalten.
 
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Reaktionen: M.B.
Hallo fxbastler,
tausend Dank für deine Antwort (auch wenn sie mir nicht gefällt). Ist leider nur ne Pro und keine Enterprise.
Installieren ohne Lizenzdaten ja, aber man kann sie nicht nutzen oder Firewalleinstellungen testen. Weiteres / Alternative s.u., Thema HA.
Heißt das, ich müsste die Anlage zeitnah transferieren, ohne vorher alles testen zu können? Als wir uns vor Jahren für die 3CX entschieden haben konnte ich diese installieren und testen und habe danach die Lizenz erworben. Besteht diese Möglichkeit nicht mehr? Es gibt doch eine kostenlose Variante bis 10 Nutzer. Würde doch zum Testen reichen oder sehe ich da was falsch?

Danke und viele Grüße
Michael
 
@M.B.
für einen Testzeitraum von 2 Monaten muss schlimmstenfalls ein neuer Kunde angelegt werden (das sollte euer 3CX Partner übernehmen).
 
Hallo Toni,

auch dir vielen Dank für deine Antwort.
für einen Testzeitraum von 2 Monaten muss schlimmstenfalls ein neuer Kunde angelegt werden (das sollte euer 3CX Partner übernehmen).
Bis kurz vor dem Trojaner-Vorfall hatten wir einen 3CX Partner, mit dem wir sehr zufrieden waren. Dieser hat jedoch seine Zusammenarbeit mit 3CX eingestellt. Der neue Partner hat sich dann auch per E-Mail gemeldet, Tage nachdem der Trojaner-Vorfall öffentlich wurde. Neben einer allgemeinen Vorstellung erhielten wir nicht einen Hinweis darauf, dass eventuelle Updates verseucht sind und wie damit umzugehen ist. Habe alles selbst geprüft und bereinigt.
Sorry - aber auf solche Partner kann ich verzichten.

Außerdem betreue ich die Anlage seit Jahren selbst und hatte nie irgendwelche Ausfälle. Ein Serverumzug ist allerdings Neuland, deshalb frage ich lieber einmal mehr.

Vor dem Windows Server ist eine Firewall und ein Wireguard Server. Deshalb reicht eine Testversion aus um die Einstellungen zu testen. Wenn die Firewall und das VPN funktionieren würde ich die VM vom jetzigen auf den neuen Server transferieren. Einzig die geänderte öffentliche IP macht mir Kopfzerbrechen. Was passiert, wenn sich die öffentliche IP ändert?
Dass alle Clients neu provisioniert werden müssen ist mir bewusst.

Danke und viele Grüße
Michael

P.S.: Ich kenne die Hintergründe: 3CX -> Systempartner -> Kunde nicht. Ist das starr geregelt oder kann ich als Kunde auch eine andere Firma beauftragen?
 
@M.B.
Die geänderte IP ist an sich kein Problem. Die 3CX funktioniert ja auch ohne feste IP (jedoch nicht so stabil).
Wichtig ist, dass deine SIP Trunks sich auch von einem anderen Standort einbuchen lassen (z.B. CompanyFlex von der Telekom, kein NGN SIP Trunk).

Ein Umzug funktioniert in der Regel so (da darf dann auch die IP wechseln):
Backup der vorhandenen 3CX.
Installation der neuen 3CX.
Rücksicherung des Backups.

Wegen 3CX Partner: Aktuell müsstest du ja jemanden haben, der dir die Jahreslizenz berechnet.
 
Hallo Toni,
meine SIP Trunks sind von Easybell. Dürfte kein Problem sein. Das mit der geänderten IP beruhigt mich.
Ich möchte allerdings vor einem Umzug alles testen, ohne meine aktuelle Anlage dafür zu nutzen. Deshalb meine Frage nach einer Testversion. Wenn dann alles läuft würde ich die VM ex- und importieren, so mein Plan. Bestelle mir jetzt einfach die kostenlose Version von 3CX zum Testen und arbeite damit.

Wegen 3CX Partner: Aktuell müsstest du ja jemanden haben, der dir die Jahreslizenz berechnet.

Klar, die neue Firma ist auch in meiner 3CX eingetragen. Ich hatte allerdings die Lizenz kurz vor dem Partnerwechsel um 3 oder 4 Jahre verlängert und außer der Begrüßungsmail keinen Kontakt zu denen, weil ich nicht einen Hinweis auf den Trojaner erhalten habe. So jemand brauche ich nicht.

Danke und viele Grüße
Michael
 
@M.B.
ich kann dir auch eine Testversion generieren falls die on Prem benötigt wird.
 
Da wir einen 24-Stunden Notdienst betreiben muss der Umzug reibungslos verlaufen.
Hi, ich habe diverse solcher Umzüge gemacht, je nachdem wie groß deine Anlage ist fällt dabei nur eine minimale Ausfallzeit an. Teilweise unter einer Minute bis die Anlage für externe Anrufer wieder erreichbar ist und ein Notdienst-Mitarbeiter ggf. schon wieder via APP oder zuvor via STUN angebundener Nebenstelle telefonieren kann.
Du musst nur die entsprechenden Reihenfolgen einhalten und das Ganze gut strukturieren und planen (wo du ja durch dein Post hier im Forum schon den ersten Schritt gemacht hast.)

Die DNS Einträge sind bei einer Umstellung (auch Pro) bei einer Neuinstallation oder Übernahme i.d.R. innerhalb weniger Sekunden schon online und verweisen auf die neue IP. Im Zweifel setzt du lokal einen DNS Eintrag der auf die neue IP verweist.

SBCs und Co. sind auch nahezu sofort wieder online (ggf. ein Reboot oder Dienst-Neustart), daher auch die Telefone, da du ja nur die Daten übernimmst und keine Neuinstallation durchführst bleibt die "Instance ID" -> (KA ob man das so nennen kann) gleich und somit auch die Provi-Links.

Bei einer parallel laufenden Neuinstallation ist der Aufwand um einiges größer da die Anlage eine neue "Instance ID" generiert und sich somit alle Provi-Links im hinteren Bereich https://deinedomain.fqdn/provisioning/r4jw5hf8krko verändert. Da musst du dann entweder die Telefone alle einzeln zurücksetzen und neu provisionieren oder in jeder einzelnen Telefon-GUI den Provi-Link manuell anpassen (vorher die lokalen Kennwörter notieren usw.), selbst wenn du SBCs nutzt.

PS: Aus eigener Erfahrung: Wenn du eine Übernahme machst und keine Neuinstallation, dann ändere auf keinen Fall den Port (5001 zu 443 z.B.), dann musst du den Part mit den Telefonen nämlich trotz das sich die ID nicht ändert machen und zudem noch evtl. laufende SBCs anpassen. :D

Wenn die Firewall und das VPN funktionieren würde ich die VM vom jetzigen auf den neuen Server transferieren.
Ich würde da keine VM einfach irgendwohin schieben. Das macht nur Probleme vor allem in Netzwerkbereich. Zudem würde ich sofern möglich - und ihr keine Windows spezifischen Zusatzscripte laufen habt o.Ä. - auf Linux umsteigen. Das ist in der Cloud Ressourcenfreundlicher und vor allem einfacher zu warten. Zudem brauchst du dir keine Gedanken um die Firewall machen, da die Linux Instanz bereits alles offen hat was benötigt wird und alles geschlossen ist, was nicht benötigt wird.

Des weiteren wird bei einem Update auf V20 dann direkt auch das Debian im Hintergrund mit geupdatet.

VPN und Co. kannst du bei Bedarf ja auch auf Linux realisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@M.B.
ich kann dir auch eine Testversion generieren falls die on Prem benötigt wird.
Du kannst die zwar generieren aber leider nicht in eine Instanz einspielen, in der zuvor eine gekaufte Lizenz aktiv war. Also falls du auf der neuen Anlage die Originallizenz einpflegen willst und auf der alten lokalen die "Testversion".

Die geänderte IP ist an sich kein Problem. Die 3CX funktioniert ja auch ohne feste IP (jedoch nicht so stabil).
Wichtig ist, dass deine SIP Trunks sich auch von einem anderen Standort einbuchen lassen (z.B. CompanyFlex von der Telekom, kein NGN SIP Trunk).
Guter Hinweis den man definitiv beachten muss. Alternativ hat der Partner der bei der Umstellung hilft eine Handvoll SIP-Trunks griffbereit, die man bei Komplikationen schnell im Hintergrund aktivieren kann um etwaige Unwegsamkeiten für ein paar Stunden überbrücken zu können und die Erreichbarkeit aufrecht zu erhalten.

P.S.: Ich kenne die Hintergründe: 3CX -> Systempartner -> Kunde nicht. Ist das starr geregelt oder kann ich als Kunde auch eine andere Firma beauftragen?
Du kannst jeden x-beliebigen Partner beauftragen oder jeden der sich damit auskennt. Im Zweifel kannst du ja auch einfach die Zuweisung ändern.

Ein Grund warum 3CX den Kunden auch immer wieder Infomails beim Ablauf der Lizenz schickt. 3CX kennt das Verhältnis zwischen dir und deinem Partner nicht und um auszuschließen das du quasi beim Ablauf der Lizenz "offline" bist, informiert dich der Hersteller darüber das deine Lizenz ausläuft, damit du sie im Zweifel selber verlängern könntest. Es könnte ja sein das du mit deinem Partner richtig Stress hast und er dir quasi durch eine "nicht Verlängerung" eins auswischen will.
 
@patrickb
Es ist natürlich kar, das eine Testversion zum parallelen Testen ist.

Um das Backup der alten Anlage einzuspielen, macht eine Testversion keinen Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
@M.B.
Die VM an einen anderen Ort z.B. in das Rechenzentrum verschieben würde ich nur, wenn sich die interne IP der VM nicht ändert.
Das wäre ein sehr seltener Fall.

Ansonsten Backup, Neuinstallation und Restore.
 
@Toni und @patrickb

ganz lieben Dank für Eure Antworten.

Ich habe mir bereits eine Testversion von der 3CX Seite geladen und werde diese an diesem Wochenende installieren um Firewall und VPN einzurichten und zu testen. SIP Trunks habe ich noch zur Verfügung. Ein erfahrener Netzwerktechniker unterstützt mich dabei und hilft mir, das System erst mal sicher zu machen.
Mit der Testversion habe ich von 3CX einen FQDN und eine Config-Datei erhalten, sodass ich alles bis zur 3CX einrichten und testen kann. Ob ich den Weg gehe die VM zu importieren oder über ein Backup weiß ich noch nicht.

In jedem Fall erhält der neue Server die gleichen internen IPs, da ich ansonsten über Jahre gewachsene Strukturen durchforsten und alles ändern müsste. Das Chaos brauche ich nicht.

Wenn alles umgesetzt ist teile ich mit, ob und wie es geklappt hat und werde, falls jemand vor einer ähnlichen Aufgabe steht, gerne behilflich sein. Dauert sicher noch 3-4 Wochen.

Danke nochmal für Eure Antworten und viele Grüße
Michael
 
@M.B.

Wenn sich die interne IP des Servers nicht ändert und du sozusagen deine interne Struktur 1 zu 1 ins Rechenzentrum umziehst, ist das so als würdest du eine installierte 3CX einfach an einem anderen Internetanschluss betreiben. Da brauchst du auch keine Neuinstallation.

Man muss du nur die externe IP in der Admin Oberfläche ändern und es läuft alles weiter wie gehabt.

Evtl. dauert es kurz bis die IP überall aktualisiert wurde und die Anlage extern über den FQDN erreichbar ist (DNS TTL abwarten).

Viel Erfolg.
 
Es ist natürlich kar, das eine Testversion zum parallelen Testen ist.
Es klang so als hättest du vor die Testversion in die "On Prem" Anlage einzuspielen was ja in dem Fall die alte Anlage gewesen wäre. Das andere ist ja dann quasi "selbst gehosted."
 
Ein erfahrener Netzwerktechniker unterstützt mich dabei und hilft mir, das System erst mal sicher zu machen.
Der sollte dann im Best Case direkt unterbinden das das Ding die selbe lokale IP bekommt bzw. in der Cloud der selbe IP Range genutzt wird. VPN mit den selben IP Ranges auf beiden Seiten führt oftmals zu Problemen.

Macht doch folgendes:

Server zum Hoster, Firewall komplett zu außer zu euch in den Standort und da auch nur 5090 (SBC Port) und den Port der Weboberfläche (5001 oder 443). Zum Provider macht ihr 5060/5061 auf. Im Standort installiert ihr einen SBC und verbindet darüber die Telefone.

Ansonsten frage ich mich halt:
Ja, Sicherheit sollte gegeben sein, aber dann lasst das Teil einfach On-Prem stehen. Den einzigen Vorteil den ihr euch sonst durch den Umzug verschafft ist, dass ihr evtl. die Verfügbarkeit steigert. Ansonsten bindet ihr euch damit nur jede Menge Aufwand ans Bein. Außer ihr verlagert eure komplette Struktur mit allem in die Cloud - dann machts natürlich Sinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
der Serverumzug hat länger gedauert als gedacht.Ich wollte berichten, wie es gelaufen ist.
Vorab: der Grund für den Umzug in ein Rechenzentrum war, dass wir seit 4 Jahren auf Glasfaser warten, die Fa. Deutsche Glasfaser uns aber von einem Quartal aufs Nächste vertröstet. Deshalb bildete sich bei uns ein Flaschenhals in der Bandbreite da wir immer mehr Mitarbeiter in Homeoffices beschäftigen.
Bei der Einrichtung mussten wir uns zunächst mal mit der unterschiedlichen Netzwerktopologie, im Vergleich zu konventionell geswitchten Netzen, auseinandersetzen. Nachdem diese Herausforderungen gemeistert waren und Firewall, Server und Programme aufeinander abgestimmt waren, machte ich in der Nacht zum 01.12. ein vollständiges Backup der lokalen 3cx und lud dieses hoch.
Für alle, die das, wie ich, erstmalig machen: es funktioniert nur mit einer "Neuinstallation".
Meine Idee, das Backup über die "Testversion" einzuspielen ließ mich eine Stunde vor dem Monitor warten und nichts passierte. Das lag an dem FQDN, der nicht ersetzt werden konnte. Im Ereignisprotokoll fand ich dann den Hinweis. Also, Testversion gelöscht und Serverversion neu installiert, danach Backup drauf und alles lief auf Anhieb.

Dieser kurze Bericht ist für die, die ähnliches planen. Danke an alle, die mir geantwortet haben.

Viele Grüße
Michael
 

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