Wenn ich die Antworten hier so lese wird mir nicht besser. Dafür gibt es keine Entschuldigung.
Ja, so eine vollständige Liste der benötigten Ports ein- und ausgehend mit der Beschreibung der jew. Funktionen so wie früher ist leider aktuell nicht mehr bei 3CX zu finden. Die von mir eben im Archiv gefundene Liste ist nicht mehr vollständig:
https://web.archive.org/web/20230306073055/www.3cx.com/docs/ports/
Die aktuelle publizierte Liste ist kürzer und trennt nicht zwischen ein-, ausgehend und nicht klar zw. den Diensten:
https://www.3cx.de/voip-sip/ports/
Für eingehend / Weiterleitung ist die aktuelle 3CX Liste gut. Alles Andere sollten Netzwerker wissen, s.u.
Das was der TO fragt:
Grundsätzlich braucht eine PBX und auch eine 3CX gar keine eingehenden / von WAN weitergeleiteten Ports um zu funktionieren. Auch keinen weitergeleiteten SIP Port -
sofern der SIP Trunk Authentifizierung benötigt und sich so die 3CX immer wieder beim Provider wg. Rereg meldet (das übliche Szenario)
oder wenn der SIP Trunk der 3CX sich gar nicht außerhalb (des LAN / der sonst. int. Netzwerke) befindet. Nur einige IP basierende Anschlüsse ohne Authentifizierung brauchen eingehend SIP vom Provider weitergeleitet. Wenn HTTPS und der Tunnel Port und RTP und WebRTC nicht zur 3CX weitergeleitet wird, dann funktioniert eben nichts außerhalb. Ja dann ist das halt so.
Hinweis am Rande: Wenn während der 3CX Zertifizierung so eine Frage kommt und diese Antwort gegeben wird, dann wird die mit falsch bewertet. Seitens 3CX werden eingehende Freigaben erwartet, das steht so in allen Anleitungen. Nötig ist es nicht.
Ausgehend ist das ganz anders. Da braucht eine 3CX seit jeher für verschiedene Zwecke ab und an eine Verbindung:
- Aktivierung, Reaktivierung (zu 3CX per HTTPS: TCP 443)
- DNS (zu UDP / TCP 53)
- NTP (zu TCP / UDP 123)
- Updates (grds. nur zu 3CX per HTTP: TCP 80)
- ggf. STUN Auflösung (zu 3CX u.a.: UDP 3478),
- ext. E-Mail (zu 3CX: TCP 2528)
- Zertifikaterneuerung (zu 3CX per HTTPS: 443 TCP soweit ich aktuell weiss)
- Push (zu Apple TCP 2195 und 2196, zu Google TCP 5228-5230)
- ggf. weitere eigene Anbindungen
und eben die Verbindung
zum Provider für SIP (wird verhandelt / einstellbar, oft UDP/TCP 5060), SIPS (wird verhandelt/einstellbar, oft TCP 5061), RTP/SRTP (wird verhandelt/einstellbar) und evtl. vorh. Bridges (wieder SIP / SIPS oder gar 3CX Tunnel Port TCP / UDP 5090 wenn angegeben). Die Themen MCU, WebRTC usw. lasse ich mal außen vor, der TO hat wohl keinen Bedarf, die Liste wird sonst viel länger. Da kommt über die Jahre auch immer mal was dazu.
Bis auf die zwangsweise notwendige Aktivierungsanfrage der 3CX beim Hersteller alle xx Tage kann man auch das alles komplett selber eingrenzen: eigener DNS, eigener NTP, eigener SBC vor der 3CX (oder eben Registrierung), eigener selbstverwalteter FQDN, eigener E-Mail Server, gar eigene MCU usw.. Dann funktioniert eben kein Push zum Smartphone, Webclient, ext. 'irgendwie' Teilnehmer, Router Phone, ext. 3CX SBC usw.. Aber man kann immer noch wunderbar intern telefonieren und im Haus ganz viele sonstige Dienste nutzen.
Zurück zur Frage des TO:
Geht das mit der V 20 auch noch?
Klares: ja.
Die Bedingungen dazu habe ich beschrieben:
- eingehend grds. nichts (s.o.)
- ausgehend sehr wenig und sehr selektiv - beim Upgrade evtl. kurzzeitig ein klein wenig mehr
Für den TO ist vmtl. wie immer wesentlich, dass er intern einen vernünftigen DNS und Zeitserver hat und Split DNS funktioniert.