zwei Standorte mit einer Telefonnummer?

zimtotti

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22. August 2021
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72
einen wunderschönen Guten Abend Community :) :) :)
Habe folgende Anfrage bekommen und wollte Euch fragen ob es realisierbar ist.

Kunde ist in Gebäude A und hat Telefonnummer 123.
die Haben jetzt Gebäude B dazu gekauft und ziehen mit den Büros dahin.

Die komplette Technik aber bleibt in Gebäude A samt Telefonnummer.
in Gebäude B wird ein neuer Telekom Anschluss beantragt mit neuer Nummer 456 und fester IP Adresse.

Gebäude A bekommt zusätzlich zu Telekom Deutschland LAN IP auch noch eine feste IP Adresse.

Gebäude A soll ein festes Telefon bekommen "Desktop" und 2-3 Mobile.
Gebäude B soll 4-5 Desktop Telefone bekommen und 4-5 Mobile.

Wie würdet Ihr das lösen? Zwei Server mit 3CX und die dann über VPN verbinden oder reicht es wenn ich den Server mit der Telefonanlage in Gebäude A hinstelle und alle Geräte von Gebäude B sich über "VPN" mit der Anlage verbinden, bzw. da die eh eine feste IP Adresse hat, dann direkt über Internet.

Ist das so eigentlich machbar? ist es was ganz normales und eh schon gang und gäbe?

liebe Grüße und Danke im Voraus für Eure Antworten.
 
Wenn Du mit Softphone telefonieren willst: dann Softphone nehmen, das reicht. Wenn Du echte Telefone verwenden willst: eins oder zwei: das geht direkt auch ohne VPN (VPN ist vielleicht sogar eher hinderlich bzw. weniger gut für die Qualität). Bei mehr Telefonen: einen 3CX SBC installieren (z.B. auf Basis eines rasberry PI, oder wenn genug Server da sind, als virtuellen Server Windows oder Linux).
Aber: Telefonnummern: Wenn Gebäude B andere/neue Telefonnummern benutzt, es ist nicht sicher ob die Telekom es gestattt dass Du die Telefonnummer 456 auf dem 3CX System der site A verwendest. In er Vergangenheit war das jedoch meist möglich.
 
Wenn Du mit Softphone telefonieren willst: dann Softphone nehmen, das reicht. Wenn Du echte Telefone verwenden willst: eins oder zwei: das geht direkt auch ohne VPN (VPN ist vielleicht sogar eher hinderlich bzw. weniger gut für die Qualität). Bei mehr Telefonen: einen 3CX SBC installieren (z.B. auf Basis eines rasberry PI, oder wenn genug Server da sind, als virtuellen Server Windows oder Linux).
Aber: Telefonnummern: Wenn Gebäude B andere/neue Telefonnummern benutzt, es ist nicht sicher ob die Telekom es gestattt dass Du die Telefonnummer 456 auf dem 3CX System der site A verwendest. In er Vergangenheit war das jedoch meist möglich.
es sollen auch Richtige Telefone benutzt werden.
und wie soll die Telekom es merken, dass man sich mit der anderen Telefonanlage verbindet und von der raus telefoniert.

Server sind genug da, haben zwei Fujitsu Server mit i5 und 8Gb RAM und 128GB SSD.
Also installiere ich die richtige Telefonanlage auf Server von Gebäude A, und auf dem Server von Gebäude B installiere ich 3CX SBC? ich glaube das wird am Anfang abgefragt, richtig?
 
Ja, so würde ich das machen.
Die Telekom hat etwas gegen "nomadische Nutzung". Allerdings, wenn man 2x einen Business Vertrag hat, dann war es in der Vergangenheit so, dass die zugelassen haben, dass man sich auch am Anschluss A mit dem login für den Anschluss B beim Telekom Telefonieserver anmelden kann.
Aber: genaue Auskünfte erteilt die Telekom eben nicht. Probiers voher aus, oder wechsle zu einem Anbieter der weniger Kundengängelung macht. Telekom nur für Internet, Telefonie über sonstwen. Es gibt genug davon.
 
ich weiss nicht ob ich meinen Kunden überredet bekomme zu wechseln... die denken halt immer noch, dass wenn es mal Probleme gibt, die Telekom alles in sekundenschnelle wieder hinbekommt und so...
Welchen Anbieter würdet Ihr empfehlen nur für Telefonie?
Ich versuche es aber erstmal so....

Aber rein theoretisch, wenn ich einen VPN Server in Gebäude B installiere und einrichte der dann sozusagen das Netzwerk glauben lässt dass man in Gebäude A ist und alles im gleichen IP Adressen Bereich, dann sollte es doch auch gehen, oder nicht, auch ohne zweiten 3CX Server, oder reicht das nicht für die Latenz etc?
 
die denken halt immer noch, dass wenn es mal Probleme gibt, die Telekom alles in sekundenschnelle wieder hinbekommt und so
ja, das waren noch Zeiten ...
Aber grundsätzlich: ja, die bekommen es noch oft und gut genug wieder hin. Sind sonst halt flexibel wie Eisenbahnschwellen und damit muss man umgehen können.

Ich tät wechseln. Telekom Telefonie ist sowas von ISDN und 90er ...

Welchen Anbieter würdet Ihr empfehlen nur für Telefonie?
Unser Favorit ist derzeit leider bei 3CX verpönt (aber funktioniert wirklich gut, die sind beweglich, haben imho ein sehr gutes Leistungsspektrum, der Preis insgesamt ist mehr als fair): DTS GmbH. Das ist aber 'nur' Firmenpolitik. Die wurden von der großen Konkurrenz gekauft.

Wenn du die Standorte per VPN verbinden kannst und die Standorte ausreichend breitbandig sowie latenzarm angebunden sind dann sollte eine 3CX (ohne SBC) für beide SIP Trunk und alle Telefone reichen. Wenn die Router vernünftig sind und gut genug konfiguriert werden dann wählt die eine 3CX sich auch über den jew. Standort auf den dortigen SIP Trunk ein und vermeidet das Telekom Problem der nichtnomadischen Nutzung (was es mit einem vernünftigem VOIP Provider gar nicht erst gibt). Wenn das nicht zu schaffen ist würde ich noch noch einen extra (nicht 3CX) SBC am anderen Standort vor die 3CX schalten (u.a. Lancom sind eine Option). Aber auch hier wieder: funktioniert gut aber ist nicht supported :(

Ansonsten oder wenn die Latenz zu gross ist dann werden es zwei 3CX, verbunden mit einer Bridge bei Bedarf. In diesem Fall braucht es auch keine VPN Site2Site Verbindung der beiden Standorte wegen der Telefonie mehr, das macht die Bridge. Das ist die generell supportete Lösung - mit all ihren Nachteilen.
 
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ja, das waren noch Zeiten ...
Aber grundsätzlich: ja, die bekommen es noch oft und gut genug wieder hin. Sind sonst halt flexibel wie Eisenbahnschwellen und damit muss man umgehen können.

Ich tät wechseln. Telekom Telefonie ist sowas von ISDN und 90er ...


Unser Favorit ist derzeit leider bei 3CX verpönt (aber funktioniert wirklich gut, die sind beweglich, haben imho ein sehr gutes Leistungsspektrum, der Preis insgesamt ist mehr als fair): DTS GmbH. Das ist aber 'nur' Firmenpolitik. Die wurden von der großen Konkurrenz gekauft.
hmmm. DTS sagt mir nichts... aber hab mich mit dem Thema auch nicht auseinander gesetzt...
Wenn du die Standorte per VPN verbinden kannst und die Standorte ausreichend breitbandig sowie latenzarm angebunden sind dann sollte eine 3CX (ohne SBC) für beide SIP Trunk und alle Telefone reichen. Wenn die Router vernünftig sind und gut genug konfiguriert werden dann wählt die eine 3CX sich auch über den jew. Standort auf den dortigen SIP Trunk ein und vermeidet das Telekom Problem der nichtnomadischen Nutzung (was es mit einem vernünftigem VOIP Provider gar nicht erst gibt). Wenn das nicht zu schaffen ist würde ich noch noch einen extra (nicht 3CX) SBC am anderen Standort vor die 3CX schalten (u.a. Lancom sind eine Option). Aber auch hier wieder: funktioniert gut aber ist nicht supported :(

Ansonsten oder wenn die Latenz zu gross ist dann werden es zwei 3CX, verbunden mit einer Bridge bei Bedarf. In diesem Fall braucht es auch keine VPN Site2Site Verbindung der beiden Standorte wegen der Telefonie mehr, das macht die Bridge. Das ist die generell supportete Lösung - mit all ihren Nachteilen.
ok........ was sind denn ein paar Nachteile... also der Kunde verlangt echt nicht viel. Anrufe entgegen nehmen, und intern weiterleiten. das wars schon. ohne viel schnick schnack.
Die Bridge verbindet sich ohne VPN direkt über das Internet?
Wir werden an Standort B Glasfaser haben und Standort A, DSL mit 100down und 50 up
mache ich die Slave Anlage NACH der kompletten Installation oder fragt der mich ganz am Anfang bei der Linux Installation?
 
hmmm. DTS sagt mir nichts
Deutsche Telefon Standard GmbH (mich bitte nicht schlagen)

also der Kunde verlangt echt nicht viel
... zu Anfang. Ein klein wenig später kommen die ganzen Begehrlichkeiten und unsinnigen Vergleiche mit abgeschotteten kleinen sonstwas (angeblichen) PBX ('meine Fritz!Box reagiert mit unterschiedlichen Klingeltönen je nachdem welche Nummer angerufen wird usw.').

Die Bridge verbindet sich ohne VPN direkt über das Internet?
ja

mache ich die Slave Anlage NACH der kompletten Installation
Wenn du meine als zuletzt angesprochene Möglichkeit mit zwei vollwertigen 3CX ansprichst: man richtet jede 3CX für sich ein so dass die je mit eigenem SIP Trunk und eigenen Regeln und eigenen Nst. und eigenen Endgeräten je Standort funktionieren.

Erst danach wird eine Bridge (erst Master, dann Slave) eingerichtet welche beide verbindet. Danach kommen die entspr. Regeln um von der einen zur oder über die andere zu telefonieren. Tip: mach dir vorher Gedanken über die Numerierung der NSt. beider 3CX, das erleichtert es später ungemein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die telekom sperrt die nomadische Nutzung nicht immer - man kann das ja vorher testen.
Ich finde, für nur eine Telefonanlage spricht der geringere Wartungsaufwand.
 
Ich finde, für nur eine Telefonanlage spricht der geringere Wartungsaufwand.
Sehe ich auch so. Die Telekom manchmal nicht.

Wir haben im Laufe der Jahre schon mehrfach erlebt dass sich deren Regeln bzgl. nomadischer Nutzung / Nutzung der hauseigenen Telefonie an einem anderen Anschluss der gleichen Firma im laufenden Betrieb spontan ändern. Die Standardantworten: das war schon immer so, das steht so (oder so nicht) im Vertrag, wir haben Sie doch angeschrieben (per E-Mail (an unsere eigene T-Com Adresse die Sie nicht nutzen), Post an die Adresse von vor 10 Jahren - klar doch... so ein Schreiben oder eine E-Mail habe ich noch !NIE! gesehen, nur den Ärger danach), dazu müssten Sie einen anderen Vertrag abschließen, dazu müssten wir die Nummern portieren (in 2 Tagen oder 6 Wochen innerhalb unserer eigenen Firma), dazu brauchen Sie einen neuen Vertrag (mit neuer Laufzeit, der dann ein klein wenig mehr kostet), das funktioniert so nicht an Ihrem Internetanschluss (klar doch ...), dazu brauchen Sie einen neuen Internetanschluss samt Vertrag (mit neuer Laufzeit), dazu brauchen Sie eine neue Leitung und einen neuen Internetanschluss samt Vertrag (mit neuer Laufzeit), dazu müssen wir eine komplett neue Leitung verlegen (dauert 1 Woche bis 2 Jahre, je nachdem, auch hier: mit neuer Laufzeit), das geht so nicht.

Aber sie sind stets bemüht, wenn man oft genug mit genug Fachwissen nachhakt, ehrlich (keine Ironie).

Fazit Telekom: wenn es nicht konkret als zugesicherte Leistung festgeschrieben ist dann muss das nicht funktionieren oder kann sich spontan über Nacht ändern (auch wenn es bei der Ersteinrichtung funktioniert hat). Man sollte auch immer die sehr flexiblen Laufzeiten der Telekom Verträge </Ironie> beachten. Leider (leider!) haben wir auch schon erlebt dass sich das - trotz vertraglich zugesicherter Leistungen - spontan (für einen / viele Tage, teils nicht umkehrbar) ändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht ja am Ende um Geld und Ärger.
Mit nur einer Tel.Anlage spart man etwas kosten für die Lizenz und Arbeit, Nimmst Du nur Internet und minimaltelefonie von der Telekom dann kann man sich einen flexibleren Anbieter für die Telefonie leisten (oder sogar viel mehr, wenn man ein paar Amtsleitungen mit Flatrate will). Aber man kann es auch abwarten. Denn wenn derzeit eine Nutzung der Rufnummer von B bei A geht, dann könnte man vorab einen 0E/monat Trunk irgendwo buchen der Clip-No-Screening erlaubt. Verbietet die Telekom plötzlich die nomadische Nutzung, dann kann man die Telefonnummer B dahin umleiten und Telefoniert ausgehend mit dem Ersatz-Trunk. Die richtige Tel.Nummer wird ja dann angezeigt. Einen Reserve-Anbieter zu haben, das ist vielleicht sowieso ein Vorteil.
Bequemer ist es natürlich, gleich auf die Telekom zu verzichten. Viel teurer wirds auch nicht.
 

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