egal, das gilt immer
Jetzt kommt die Wand.
Jede VM, insbes. zeitkritische, sollte ihre Zeit selber komplett kontrollieren. Wenn man kann, dann die Zeitgebung durch den HV Host komplett deaktivieren. Der übertüncht sonst die virtuelle Uhr / Taktgeber des virt. Computer und das sehr unregelmäßig. Ein eigener NTP (nur für die Maschine, der muss seine Daten nicht weiter verbreiten) macht das bestens, chrony funktioniert anders, tut es prinzipiell auch, wir bevorzugen dennoch ersteres. Daher sollten virtualisierte DC auch keine Zeit des HV Host bekommen sondern eine eigene bilden oder anderswo ableiten und alles bezieht sich darauf. Bei uns sind es i.d.R. die Firewall, die als Zeitnormal im Netzwerk dienen, egal ob per eigener Hardware (die driftet), ntp mit Internet Synchronisation oder USB GNSS Empfänger der gut platziert ist und aus mehreren Quellen das Mittel zieht.
Der Hintergrund ist auf Grund der PC Hardware teils technisch und historisch bedingt und gewachsen und wird noch verschärft durch neue Technik (kein steter Takt, dyn. Übertaktung, Wechsel des Kerns durch parallelisierende Prozesse u.a.) und Virtualisierung. Der originale Takt kam mit dem Ur PC, war recht grob und daher auch leicht ungenau, der präzise Takt kam erst viel später hinzu. Dennoch hoppeln diese Zeitgeber alle mehr oder weniger stark, auch heute noch. Daraus ergeben sich verschiedenste Probleme bei der Echtzeitkommunikation. Ntp leitet seinen eigenen Takt von einer Zentrale ab, leitet den selber, ermittelt Drift, und Korrektur und hat daher ein beständiges gleitendes stetiges Mittel. Der Takt der (womöglich virtuellen) Taktgeber ist das viel zu ungenau und wie gesagt: er hoppelt noch mehr. Das alles merkt man selbst bei hochpräzisen Messungen auf nackter Hardware und auch heute noch, auch wenn die CPU GHz bietet und nichts läuft. Nicht umsonst gibt es Firmen die permanent hochpräzise Zeitgeber in Hardware (nicht nur wegen der langfristigen, offline verfügbaren und sonst manipulierbaren sondern auch wg. der kurzfr. Abweichung) bauen und verkaufen, inkl. Software, Service und Kalibrierung - das wäre sonst obsolet. Man bekommt halt nicht überall DCF77 oder GNSS oder wie früher analoges terr. ZDF Fernsehen mit atomzeigenauer Austastung, zumal das alles jammed werden kann. Bei einer Computer Telefonanlage merkt man das am ehesten mit am Fax: es stirbt eher da keine zeitl. Korrektur. Bei der Telefonie steigt grundsätzlich die Qualität wenn man sich nicht auf die Hardware verlässt sondern das per o.g. Software nachjustieren und nur leicht gleiten statt hoppeln lässt. Es werden weniger RTP Pakete wegen Ungültigkeit der falschen Zeitstempel der Reihenfolge verworfen.
Um zum Thema zurück zu kommen: Zeit ist lt. seinem bisher letzten Post beim TO wohl nicht das Problem. Aber man sollte es dennoch umsetzen.