Avaya IPO hinter 3cx

pgross

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Hallo,
ich möchte gern eine Avaya IP Office schrittweise ersetzen. Zunächst müssten die bestehenden Systemtelefone erhalten bleiben.

An der IPO kann ich einen SIP Trunk konfigurieren. Ich hatte überlegt die IPO an der 3CX zu registrieren (als generischen SIP Client?) bin aber unsicher wie dann die internen Anrufe zwischen IPO- und 3CX-Nutzern geroutet werden können.
Die 3XC kennt ja die internen Rufnummern der IPO nicht.

Ich bin für alle Anregungen offnen.

Danke!
 
Leider habe ich die beschriebene Architektur nicht wirklich verstanden. Könntest du diese bitte nochmals ausführlicher beschreiben?
Zwei Telefonanlagen in Reihe halte ich persönlich für eine schlechte Idee. 2 Telefonanlagen parallel an einem SIP-Trunk, die eher bessere Idee. Können sich bei deinem SIP-Trunk Anbieter 2 Telefonanlagen gleichzeitig anmelden?
 
ich möchte gern eine Avaya IP Office schrittweise ersetzen. Zunächst müssten die bestehenden Systemtelefone erhalten bleiben.
Lasse einen passenden Session Border Controller in Soft- oder Hardware davor stellen, der Trennung und Routing übernimmt.
 
Leider habe ich die beschriebene Architektur nicht wirklich verstanden. Könntest du diese bitte nochmals ausführlicher beschreiben?
Zwei Telefonanlagen in Reihe halte ich persönlich für eine schlechte Idee. 2 Telefonanlagen parallel an einem SIP-Trunk, die eher bessere Idee. Können sich bei deinem SIP-Trunk Anbieter 2 Telefonanlagen gleichzeitig anmelden?
Mein Plan war die Anlagen in Reihe zu schalten. Ich bin aber für bessere Lösungen offen.
Wir sind bei EasyBell, das müsste möglich sein. Doch wie können dann die Gespräche zwischen den beiden Systemen stattfinden oder Gespräche transferiert werden.
 
Der SBC der 3CX kann das vermutlich nicht?
Nein, soweit ich weiß, sind dafür individuelle Lösungen notwendig, die in der Regel sehr teuer sind. Generell wird ein solches Szenario von 3CX nicht offiziell unterstützt, du wirst damit definitiv nicht glücklich.
Besser wäre eine komplette Umstellung, eventuell im Parallelbetrieb, aber dafür brauchst du zwingend neue SIP-Telefone - oder du lässt per Softphone / mobilen Apps telefonieren.
 
Nun Parallel oder in Reihe?
Parallel bedeutet für mich, dass jede Anlage sich selbstständig beim SIP-Trunk von easybell registriert.

Bei Parallel:
Wenn alle Benutzer auch bei 3CX angelegt werden, kann für die Nebenstellen deren Benutzer noch auf der IPO zu Hause ist entsprechende eine Rufumleitungen für interne Gespräche angelegt werden. Dann kann bei 3CX "intern" gewählt werden, durch die Rufumleitung wird das Gespräch aber über den easybell SIP-Trunk an die IPO geroutet.
Für mich stellt sich die Frage, ob es auch möglich wäre, auf das Anlegen der Benutzer zu verzichten. Hier müsste man prüfen, ob man dies mit den ausgehenden Regeln bei 3CX abbilden könnte: Bei einem internen Anruf, sagen wir mal an 123 der auf IPO zu Hause ist, müsste die Wählregel hier entsprechend 0049-89-1234-123 daraus machen.

In Reihe:
Ein Szenario in Reihe oder mit einem separaten SBC wäre theoretisch möglich, bei Problemen hast du hier aber keine oder nur eine sehr teure Unterstützung.

Wie lange soll den der parallele Betrieb von IPO und 3CX aufrecht erhalten werden?
 
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Nun Parallel oder in Reihe?
Parallel bedeutet für mich, dass jede Anlage sich selbstständig beim SIP-Trunk von easybell registriert.

Wie lange soll den der parallele Betrieb von IPO und 3CX aufrecht erhalten werden?
Meine ursprüngliche Idee war Reihe. Dies liegt auch daran, dass die IP nur eine Lizenz für eine SIP Line / Trunk hat.
Es gibt aber mehrere Durchwahlbereiche (10-29, 40-49, 500-599) so dass bei easyBell mehrere Trunks erstellt werden. Diese kann ich bei der IPO nur durch zusätzliche Lizenzen registrieren.
Darauf wollte ich gern verzichten ....
Bisher läuft das alles über eine Vodafone PlusBox die den VoIP Traffic auf S0 umsetzt.

Der parallele Betrieb wird sicherlich für die Dauer von einem Jahr bestehen bleiben müssen.
Ziel wäre ein schrittweiser Umstieg.
 
Und wie wäre folgende Idee:
- Du hohlst dir bei easybell einen neuen, ausreichenden großen SIP-Trunk.
- Du leitest die bisherigen Durchwahlbereiche auf die entsprechende Durchwahl des neuen SIP-Trunks mittels virtuellen Rufnummern um.
- Nur der neue SIP-Trunk wird genutzt. Ausgehende Rufnummern können ja wie bisher gesetzt werden.

Auch die Kosten sind hierfür ja Überschaubar, 100er/1000er-Block (50 oder 100 EUR einmalig) und ggf. noch den Aufpreis auf Business 50, um ausreichend virtuelle Durchwahlen zu haben. Ein Jahr ist ja ein überschaubarer Zeitraum.
 
Ein eigener SBC davor hat so einige Vorteile beim Routing und man muss nicht an den SIP Trunk Einstellungen oder Mapping herumspielen.

Entweder eine Asterisk / freePBX als SBC davor setzen oder gleich Kamailio oder ein Gerät wie z.B. 'irgend einen' Patton (sehr komfortabel, aber man muss sich damit beschäftigen, ist tlw. auch eine Lizenzfrage).

In so einem Fall ist man immer extrem flexibel was die Zuordnung von Nummerblöcken zu einer Anlage betrifft. Es gibt dennoch sehr viele Stolperstellen (SIP302, externe Nummernanzeige, Rufumleitung usw.), aber es ist machbar.

Der einfache Weg ohne extra SBC wäre wirklich die Registrierung eines größeren Blockes und das Mappen der kleineren in diesen. Muss nur sehr gut dokumentiert werden wg. der Nummernzuweisung u.a..
 
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Vielen Dank für die vielen kompetenten Antworten.
Eine Lösung ohne zusätzlichen SBC wäre mir am liebsten, da es die Komplexität in der Konfiguration für mich vermutlich reduziert.
Ich kenne mich mit Asterisk / freePBX / Kamailio nicht aus und müsste mich erst einarbeiten.

Nehmen wir mal an, ich mappe wie vorgeschlagen die kleineren SIP Trunks auf einen großen.
Dieser wird dann an IPO und 3CX angemeldet.
Damit funktionieren dann Anrufe von Extern und nach Extern.

Da ich natürlich gern die Vorteile der 3CX (PC Client, Smartphone App, ...) für alle nutzen möchte, müssten folgende Dinge jetzt noch funktionieren:
- Anruf von Smartphone App an internen Teilnehmer muss auch an 3CX+IPO klingeln
- Anruf von IPO an internen Teilnehmer muss auch an 3CX+IPO klingeln

Ich könnte natürlich versuchen die Anrufe als externe Anrufe zu behandeln und die Rufnummern wie vorgeschlagen umzuschreiben - das nimmt mir ja dann jedes Mal mindestens zwei Leitungen weg. Auch bin ich nicht sicher ob das Verbinden von Anrufen an einen anderen Teilnehmer so ohne Probleme funktionieren kann?
 
Wenn die ganzen Vorteile von 3CX gleich für alle genutzt werden sollen - wäre dies eine Option?
  • Bestehende SIP-Trunks nur in der 3CX einbinden.
  • Einen neuen, ausreichend großen SIP-Trunk an der IPO nutzen.
  • Alle Benutzer in 3CX anlegen.
Anrufsteuerung wie folgt:
  • Eingehende Anrufe: Kommen damit erst einmal an der 3CX an. In 3CX kann "Parallelruf" genutzt werden, um die Anrufe an dem neuen SIP-Trunk der IPO gleichzeitig zu signalisieren.
  • Interne Gespräche von 3CX ausgehend: Werden dann bei 3CX und durch den Parallelruf bei IPO signalisiert.
  • Interne Gespräche von IPO ausgehend: Hier muss der Benutzer dann die volle Rufnummer wählen um auch Kollegen bei 3CX erreichen zu können. Begünstigt damit auch den schnellen Wechsel zu 3CX mit PC Client, Smartphone App, ...
  • Alle eingehende Gespräche sollten dann bei 3CX nur als 1 Gespräch gezählt werden, egal ob man es bei 3CX oder IPO annimmt. Auf Trunk-Ebene werden dann aber bis zu 3 Gespräche belegt (3CX eingehend, 3CX ausgehend, IPO eingehend). Aber gewöhnlich hat man ja bei easybell immer genug Amtsleitungen.
Als nächsten Schritt würde ich einen kleinen PoC vorschlagen.
 
Super - das klingt gut.
Vielen Dank für die Hilfe, ich werde versuchen es in einem Testsystem so umzusetzen.
 
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