Lizenzfrage zu redundanter 3cx-Installation

Josch

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5. Mai 2022
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Hallo zusammen!

Ich habe aktuell meine 3cx-Anlage unter Proxmox-VE laufen. Klappt alles wunderbar. Nun habe ich mir gedacht, dass, wenn der Proxmox-Host mal ausfällt z.B. durch einen Hardwaredefekt, man bis zur Reparatur des Hosts nicht telefonieren kann. Das ist natürlich recht unbefriedigend, weil Tage dauern könnte. Die anderen Hausbewohner finden das dann bestimmt nicht so toll.

Also muss ein Fall-Back-System her. Also "fix "mal die 3cx auf meiner Synology NAS DS720+ unter dem VMM installiert (was unendlich lange gedauert hat: ca. 2,5h). Backup drauf und gut ist's. Die Anlage lief in meinem Testlauf sofort ohne Problem. Die Lizenz war auch sofort aktiv.

Aber jetzt ist es so, dass Ende des Jahres die Lizenz ausläuft und automatisch ersetzt wird (kostenlose Standardlizenz). Dann wäre also in der 3cx-VM unter Proxmox die neue aktive Lizenz und in der VM auf der Diskstation die alte und dann ggf. inaktive Lizenz.

Nun meine Frage. Wenn ich das Fall-Back-System im Notfall hochfahren muss und die dort vorhandene Lizenz abgelaufen ist, wird diese dann sofort aktiviert? Oder wenn ich dann kurz eine neueres Backup einspiele, ist diese Lizenz dann auch sofort aktiv? Oder ist das alles Käse, was ich vorhabe?

Sorry für die vielleicht etwas zu vorsichtigen Fragen, aber ich möchte mich nicht erst im Ernstfall damit beschäftigen und dann feststellen, dass das alles so nicht klappt.

Und hat jemand Erfahrung mit der 3cx im VMM auf einer DS? Wieso ist denn die Installation zu unerträglich langsam? Habt ist das auch?
 
hmmm...?!?! Kennt sich denn niemand damit aus? Bin ich der Einzige, der sich Gedanken, um eine Ausfallsicherheit macht? *fg* Zur Not probiere ich es einfach aus, in der Hoffnung, dass es nicht gegen die Wand fährt :-/
 
Hallo @Josch

wenn 3CX und HA, dann mit einer Enterprise Lizenz. Da ist dieses Szenario vorgesehen. Alles andere ist Bastelei. Nicht dass das nicht funktioniert, aber es wird nicht unterstützt und kann sich - wie so vieles andere auch - spontan ändern. Danach braucht man nicht hier im Forum fragen. Das darf man sich selber bauen, testen, überwachen, am Leben halten, darf selber restore audits durchführen usw..

Wegen der Performance der Installation der 3CX VM auf der DS: das ist teils selbsterklärend und (nur minimal) abhängig von der Geschwindigkeit der Internetanbindng. Die DS720+ hat nur eine Celeron CPU. Die ist bei einer Installation der Masse an Paketen nicht wirklich schnell. Der VM sollten mind. 2 GB RAM (besser mehr, insbes. während der Installation) fest und exklusiv zugewiesen bekommen (bei dieser DS: Aufrüstung auf 6 GB nötig) und wenn die VM auf HDDs läuft (Negativbonus: mit HDD Erweiterung und RAID5), dann kostet das auch wieder extra Zeit. Eine DS (ganz ehrlich, egal welche) ist eine eher schlechter Virtualisierer.

Auf einer VM auf einem Laptop mit o.g. Mindestvoraussetzungen und einer NVMe Disk (egal ob vmWare Workstation oder Hyper V) dauert das immer weniger wie 7 min.. Auf einem NUC7i3 mit Proxmox nicht viel mehr.
 
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Danke für Deine Antwort.

Die Enterprise-Lizenz ist mir für den Heimbereich etwas zu teuer. Kommt also nicht in Frage. Also werde ich es mal darauf ankommen lassen. Vielleicht fällt ja "nie" etwas aus. *fg* Oder die Lizenz wandert mit auf die Not-VM.

OK, das erklärt, warum die Installation so lange dauerte. Meine DS ist mit zwei 6TB HDDs (Raid1) bestückt. Da werden wohl die IOPS durch die Decke gehen, RAM hat sie genug. Habe noch einen 16GB-Riegel beigesteckt. Insgesamt sind's jetzt also 18GB... auch wenn's vom Hersteller nicht so gedacht ist...
 
Meine DS ist mit zwei 6TB HDDs (Raid1) bestückt. Da werden wohl die IOPS durch die Decke gehen,
Ja, insbes. wenn das SHM Disks sind. 6TG Platten haben bei uns - so wie fast alle 3 TB Disk, seitdem es die überhaupt gibt - Hausverbot. Das ist der zweitverwertete Schrott der Produktion. Das sind entweder abgewertete 8 TB Disk (Platter / Köpfe deaktiviert) oder 'sonstwas buntes', von Charge zu Charge immer mal anders. Es gibt genug negative Beschreibungen über diese 'Sorten' (wenn man es denn lesen will), egal welcher Hersteller. Die Langfristigkeit ist nahe absolut null. Leider haben wir eigene Erfahrungen sammeln dürfen. Ganz unten durch sind Seagate - und eben auch WD und Samsung (gibt's eh nicht mehr).
RAM hat sie genug. Habe noch einen 16GB-Riegel beigesteckt. Insgesamt sind's jetzt also 18GB... auch wenn's vom Hersteller nicht so gedacht ist...
Vorgesehen sind 2+4=6 GB RAM max. . Es geht ja nicht nur darum, dass die technisch sichtbar sind. Die DS Firmware ist restriktiert und an vielen Stellen teils extrem verkrüppelt. Es geht auch darum, die sauber einbinden und (überall) nutzen zu können. Das hat tlw. nicht mehr viel mit dem urspr. Linux zu tun. Nutze einen 'regulären' Virtualisierer auschließlich zu diesem Zweck und werde glücklich.

Wie schon so oft hier im Forum bei den Sparfüchsen:
  1. Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau.
  2. Die 3CX ist auch keine.
  3. Man muss Kompromisse eingehen soweit man kann. Aber nicht bei einer nutzbaren 3CX.
  4. Nicht der Zweck heiligt die Mittel sondern der benötigte Nutzen bestimmt die minimal erforderliche Umgebung.
  5. Alles andere ist (teils hochprofessionelle) Bastelei ohne Anspruch auf Support und Langfristigkeit - siehe mein Nick.
 
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