Notrufnummern über verschiedene Standorte sicherstellen

rhaas

Mitglied seit
3. Dezember 2019
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6
Hallo,

wir haben auf unserer 3CX Anlage folgende Situation:
Standort der Anlage ist Mannheim und wir haben etliche weitere Standorte in Deutschland die alle per MPLS oder SBC über uns angebunden sind und nach draußen telefonieren. Die SIP Trunks sind sowohl von Vodafone als auch von einem regionalen Provider, aber generell alle mit Mannheimer Kennung (Vorwahl).
Für die Standorte haben wir jeweils ausgehende Regeln erstellt, die für Ortsgespräche jeweils die entsprechende Vorwahl einstellen. Das funktioniert soweit auch alles Bestens. Nur, wie gewährleisten wir, dass wenn ein Notruf beispielsweise in Hamburg abgesetzt werden soll, nicht die Notrufzentrale in Mannheim angerufen wird? Über die Allgemeine Einstellungen => Notrufnummern kann ich zwar Notrufnummern priorisieren, aber nicht nach Nebenstelle/Standort unterscheiden.

Gibt es hier eine "best practice" für eine solche Konstellation?

Vielen Dank für die Hilfe schonmal
viele Grüße
Roger
 
Hallo,
die NSt. der jew. Standorte in entspr. Gruppen verteilen und die Notrufnummern nach Gruppen selektiert mit deren ausg. Nummern rufen lassen.

Wenn die Nebenstellen Nummern nach Standorten sortiert sind (z.B. 1000-1999 Mannheim, 2000-2999 Hamburg, 3000-3999 Berlin) dann ist das auch eine Möglichkeit der Selektion. Auch das kann man bei der Wahl der Notrufnummern definieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

wir haben das gleiche Problem. Wir haben auch bereits Gruppen definiert, aber @fxbastler, was meinst du mit "nach Gruppen selektiert mit deren ausg. Nummern rufen lassen"? Ich kann ja bei der Definition der Notrufnummern nur den Trunk auswählen. Viel mehr Möglichkeit habe ich da ja nicht.

Viele Grüße
Christian
 
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Genau so haben wir das. Dort haben wir eine Gruppe für den Standort ausgewählt. Aber scheinbar wird der PAI trotzdem nicht korrekt gesetzt. Denn das Routing wird nicht an die richtige Notrufzentrale geführt.
Wie sieht das mit den ausgehenden Parametern im SIP Trunk aus? Was sollte da bei PAI User Part drin stehen?

2022-03-09 10_33_56-3CX Phone System Management Console und 8 weitere Seiten - Admin – Microso...png
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann ich dir nicht sagen. Das hängt von zu vielen deiner mir unbekannten Parameter ab und das sollte man u.U. auch mit dem Provider klären..
 
Der Provider sagt genau das hier:

Der IP Anlagen-Anschluss unterstützt auch eine nomadisierende bzw. Filial-Nutzung in Verbindung mit
Notrufen. In diesem Fall muss von der TK-Anlage sichergestellt werden, dass ein
PAI-Header mit einer
Rufnummer aufgesetzt wird, die dem realen Standort des Teilnehmers entspricht.
Standortbezogene Rufnummern und die zugehörenden Adressen müssen mit Vodafone abgestimmt
und in der Beauftragung festgelegt werden.
Wie für alle Rufnummern, von denen ein Notruf abgesetzt werden kann, gilt auch hier die gesetzliche
Verpflichtung, dass die standortbezogene Rufnummer rückrufbar sein muss, die Nebenstelle also
einem anderen Teilnehmer oder besser einer Sammelrufnummer zugeordnet ist. Im
From-Header
muss immer die Rufnummer der Nebenstelle stehen, von der der Notruf ausgeht.

Und jetzt müsste, meiner Meinung nach, 3CX sagen, welche Einstellungen dort die richtigen sind. Denn die 3CX hat doch ihre Konfiguration für den Vodafone SIP Trunk verifiziert und zertifiziert, also alle Funktionen getestet...

@rhaas Habt ihr euer Problem lösen können? Ich hatte es so verstanden, das ihr auch einen Vodafone SIP Trunk nutzt.
 
Hallo Roger,
wenn ich dich richtig verstanden habe, sind alle Standorte mit Rufnummern aus Mannheim (0621) versehen, es existieren keine Rufnummern im Vorwahlbereich der jeweiligen Standorte.
Wenn das soweit stimmt, ist es nicht möglich die Notrufe in den Notrufzentralen der jeweiligen Standorte abzuwerfen.
 
Der IP Anlagen-Anschluss unterstützt auch eine nomadisierende bzw. Filial-Nutzung in Verbindung mit
Notrufen. In diesem Fall muss von der TK-Anlage sichergestellt werden, dass ein
PAI-Header mit einer
Rufnummer aufgesetzt wird, die dem realen Standort des Teilnehmers entspricht.
Wenn das im PAI Header stehen soll und dort OutboundLineID gewählt wurde dann könnte das schon funktionieren. Das lässt sich mit einem Trace kontrollieren. Man muss ja nicht unbedingt die 110 oder die 112 anrufen, es reicht u.U. eine völlig andere Notrufnummer in den Einstellungen anzugeben, diese dann anzurufen und diesen Trace mitzuschneiden. Was der Provider mit einem echten Notruf macht kann man sowieso nicht kontrollieren - aber wenn das so gewünscht und geliefert wird - was wollen die mehr. Das kann man dann wirklich nur mit einem Testanruf klären wenn alle vorarbeiten zufriedenstellend gelöst wurden.

Wenn dort das richtige steht dann sollte diese Regel auch bei den echten Notrufnummern funktionieren. Für Notrufnummern kann es evtl. notwendig werden einen separaten SIP Trunk (Forking) mit exakt diesem Merkmal einzustellen um die in den Notrufnummern eingestellte völlig andere ausgehende Nummer zu übermitteln - und nur dann und dort für diesen Zweck.

Da stellt sich mir die Frage - gerade bei so einem Provider wie V - ob diese Einstellungen Bestand haben und ob es nicht vielleicht sinnvoller ist (wenn möglich, Thema Standortnachweis) eine Billignummer mit SIP Trunk pro Standort zu mieten der nur dafür da ist: die richtige Nummer anzuzeigen.
 
Seitens der 3CX wird das auch ohne Probleme funktionieren. Folgendes ist hier nur zu beachten:
- Wenn eine beliebige Rufnummer aus dem jeweiligen Ortsnetz eingetragen wird erhält die Notrufabfragestelle - sofern die Rufnummer existiert falsche Adressdaten, und sofern die Rufnummer nicht existiert überhaupt keine Daten.
Dies hat dann zur Folge dass bei Notrufen bei denen der Anrufer nicht mehr in der Lage ist zu sprechen (Röchelruf) keine Rettung erfolgen kann bzw. die Rettungskräfte an der falschen Haustür klingeln.
- Dann hat dass ganze natürlich auch noch eine rechtliche Komponente, § 186 TKG besagt dass nur solche Rufnummern übermittelt werden dürfen an denen ein Nutzungsrecht besteht.
Somit wird man um geografische Nummern aus den jeweiligen Ortsnetzen die auf die Adressen der Niederlassungen eingetragen sind nicht herumkommen.
 
Bei Notrufen (112, 110) werden Standortdaten (vom Provider) übermittelt. Daher ist es wichtig, das die Standorte korrekt bei dem Provider hinterlegt sind.
 
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Bei Notrufen (112, 110) werden Standortdaten (vom Provider) übermittelt. Daher ist es wichtig, das die Standorte korrekt bei dem Provider hinterlegt sind.
Ganz genau so ist es. Die TK Anlage tut nichts direkt in der Richtung. Notrufe gehen immer zum Provider und der leitet das entsprechend der Notwendigkeiten weiter. Das ist deren Aufgabe. Auch das rausfiltern von Nummern nach der 110 oder 112 usw. - alles erstmal nicht Aufgabe der TK Anlage.

Wenn Vodafone diese Funktion beim TO anbietet und entspr. Wünsche bzgl. der zu übermittelnden Nummern äußert dann stellt man das halt so ein und kann das vorab (ohne Anruf an eine echte Notrufnummer) wie von mir beschrieben testen.
 
Es geht ja eben darum, die richtigen echten Nummern anzuzeigen. Ich will nix basteln. Wir haben einen SIP-Trunk mit 2 Rufnummernblöcken, also zwei Vorwahlen, weil 2 Standorte, und jeweils 999 Durchwahlen. Und eigentlich will ich nix anderes erreichen, das bei einem Notruf, den ich wähle, auch meine zugewiesene ausgehende Nummer, die dem richtigen Standort und allem entspricht, auch angezeigt wird. Und hier hakts. Das Routing nimmt die SIP Hauptrufnummer. Und schon bin ich bei der falschen Leitstelle.
 
Du verstehst mich falsch.
1 SIP Trunk mehrere Vorwahlen.
Nix mit Gruppen und über versch. SIP Trunks.

Aber ich glaube, ich habe den Fehler gefunden. Als PAI in den ausgehenden Parametern des SIP Trunk sollte
„Outboundcallerid” Outbound caller ID taken from extension settings…
gesetzt werden.

Damit sollte es gehen.
 
Hallo it-scm,

@rhaas Habt ihr euer Problem lösen können? Ich hatte es so verstanden, das ihr auch einen Vodafone SIP Trunk nutzt.

endgültig hab ich das noch nicht gelößt, da Notrufnummern, soweit ich das verstehe, auf verschiedene Parameter reagieren, um dem Notrufenden die korrekte Leitstelle zuzuweisen. wie aber hier schon erwähnt wurde, ist es essentiell wichtig, dass die ausgehende Rufnummer des entsprechenden Teilnehmers mit zurückverfolgbar ist. dies ist bei uns weitestgehend der Fall, was dann den dahinter stehenden SIP Trunk zweitrangig werden lässt.
Problematisch wird es wohl nur wenn KEINE ausgehende Nummer beim User eingetragen ist und der SIP Trunk auf den Hauptstandort zeigt.
Laut dem Pamphlet über Notrufnummern ist es wohl auch sinnfrei zu versuchen der Notrufnummer eine Vorwahl voranzustellen (e.g. 0621-112) da diese ignoriert wird und für das Routing zur Leitstelle andere Parameter entscheidend sind.
 
die Ergänzung der Standortdaten erfolgt Providerseitig (Anrufer Standortmeldung an die Einsatzzentrale). Daher müssen die dort korrekt hinterlegt sein.
 

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