Yealink W90DM/B Cluster mit unterschiedlichen SBCs

nick81

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Hi zusammen,

wir haben an zwei Standorten, die per VPN verbunden sind, jeweils 10x W90B installiert. An einem Standort steht ein W90DM. Je Standort wurde ein W90B-Cluster erstellt, zudem steht an jedem Standort ein separater SBC. DECT-Geräte können zentral an dem W90DM registriert werden und können an beiden Standorten genutzt werden. 3CX ist bei Hetzner installiert.

Angedacht war es, die Anbindung der DECT Telefone über dem SBC des jeweiligen Standortes zu verbinden. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass der W90DM nur einen SBC (+ Backup SBC) einstellen kann und dies nicht nach Cluster trennt. Den Yealink-Support hatte ich schon angeschrieben, hier warte ich noch auf Antwort.

Ich wollte mal fragen, wie Ihr eine solche Konstellation gelöst habt? Mir fallen noch zwei Möglichkeiten ein, die haben aber Nachteile, bzw. weiß ich nicht ob das funktioniert.

1. Zweiter W90DM am zweiten Standort. Die Geräte müssten aber zwei mal registriert werden, oder?
2. Eintragung eines Backup SBC (outbound Proxy) und die Sperrung des Ports 5060 zwischen den Standorten. Ich würde vermuten, dass die W90B am zweiten Standort dann auf den Backup SBC umspringen. ABER: Wenn der W90DM die Prüfung der Verfügbarkeit des SBC übernimmt und den outbound Proxy an den W90Bs zentral ändert, ist dadurch nichts gewonnen.
 
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Offen bleibt: Wie weit sind die Standorte denn voneinander entfernt? Soll jeder Standort einen eigenen SIP Trunk in der 3CX nutzen?

So wie ich die Aufgabe verstanden habe wird Option 2 nicht funktionieren.

Vorausgesetzt die Mobilteile wechseln nicht zwischen Standort A (akt. mit W90DM) und Standort B (akt. ohne W90DM), dann ist die Lösung die Anschaffung eines W90DM für Standort B, Aufbau eines Clusters an diesem und Nutzung des SBC an Standort B.

Es wird in diesem Szenario meines Erachtens nicht funktionieren, dass die Mobilteile wahllos wechselnd an Standort A oder B eingesetzt werden können, auch nicht mit einem eigenen VIM. Aber vielleicht hat irgendwer ein solches Szenario funktionierend in Betrieb und wir wissen nur nicht dass das sauber funktionieren kann.

Da es nicht explizit geschrieben wurde: mit einem zweiten W90DM wie oben geschrieben wäre es auch möglich für jeden Standort wenn gewünscht einen eigenen SIP Trunk zu nutzen.

Alternativ (haben wir schon mehrfach anderweitig erfolgreich umgesetzt):
Nutzung eines einzigen Netzwerkes rein nur für die Telefonie in beiden Standorten die per OpenVPN TAP Tunnel verbunden sind. Da wir generell unsere Telefonie Netzwerke von allem anderen trennen war das für uns noch nie ein Problem. Damit wären bei euch alle W90B letztlich in einem einzigen Netzwerk. Die synchronisieren sich halt nicht zwischen den Standorten (kein Roaming), das geht so oder so nicht, aber das wird vmtl. kein Problem sein. Das ist einen Versuch wert wenn ihr es denn eingerichtet bekommt.
 
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Danke für die Antwort.

Die Standorte sind in zwei unterschiedlichen Städten. Der Rufnummernkreis ist der selbe. Einige Mobilteile wechseln zwischen den Standorten. Ich plane nur mit einem gemeinsamen SIP-Trunk mit einem Nummernblock, auch wenn ein abgegrenzter Teilbereich an dem zweiten Standort verwendet wird.

Wir haben für die Telefonie bereits ein Netzwerk je Standort definiert, das ändert aber nichts daran, das ich es aus Latenz- und Datengründen nicht für sinnvoll halte, den traffic von Standort A über VPN erst nach Standort B (SBC) zu leiten um dann wieder übers Internet zum 3CX Server weiterzuleiten. Die W90B kommunizieren auch jetzt schon mit zwei Netzen mit dem zentralen W90DM und nutzen einen zentralen SBC, das ist aber wie o.g. nicht gewünscht. Der W90DM muss nicht im selben Netz-/IP-bereich sein wie die W90B um kommunizieren zu können.

Mein Wunsch wäre, die Registrierung der Mobilteile an einem W90DM und Nutzung der Mobilteile an beiden Standorten (das geht Problemlos) und die Nutzung der Sprachkommunikation über den "kürzesten Weg" zur 3CX (das geht aktuell nicht am zweiten Standort).

Zur Verdeutlichung:

Standort A:
- 1x W90DM
- 10x W90B mit ca. 20 DECT Telefonen
- 1x SBC
- Telefonie Netzwerk 10.150.50.0/24
- Nummern 0-200 + 300-599
Standort B:
- 10x W90B mit ca. 20 DECT Telefonen
- 1x SBC
- Telefonie Netzwerk 10.150.150.0/24
- Nummern 201-299
Standort C (Hetzner Cloud):
- 3CX Enterprise
- Easybell SIP-Trunk

Standort A <> B über IPSec verbunden (inkl. Routing und konfigurierten Firewall-Ports zwischen den Telefonie Netzen)
Standort A und B > Standort C ganz normal übers Internet (kein VPN)
 
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Die Notrufaufschaltung landet bei der selben Notrufleitstelle und das ist mit der Feuerwehr und der Polizei abgeklärt (ist seit vielen Jahren so ;) ).
Wir haben auch jetzt schon keine lokale Orts-Rufnummer am Standort B
 
Hey,
ich glaube ich habe eine Lösung gefunden und gleichzeitig eine Ausfallsicherheit geschaffen.

Im W90DM habe ich unter den SIP-Server Settings zwei Konfigurationsprofile erstellt, die sich lediglich in der Reihenfolge der outbound Proxys unterscheiden. An den Mobilteilen kann ich nun den "priorisierten" Standort unter "SIP Server" festlegen.

Es wird also der SIP-Server + Proxy pro Mobilteil gesteuert.

Ich hatte mal falsche und mal korrekte IP-Adressen eingetragen, um zu prüfen, ob das Mobilteil auch den Backup-SBC nutzt, das hat funktioniert. Ich denke, damit komme ich klar.
Theoretisch müsste dann auch das sperren der 5060 Ports funktionieren, da die Konfiguration und Prüfung der SBC Verfügbarkeit irgendwie vom Mobilteil auszugehen scheint (wobei die Basisstation die IP-Verbindung aufbauen muss, das Mobilteil kennt ja nur DECT).


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