Das Problem ist bekannt und es muss an der Geräten von Yealink liegen.
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Fehlverhalten der Geräte:
- Sprachaussetzer
- Gegenpart versteht einen, aber man versteht ihn nicht oder umgekehrt.
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So oft ich das lese - die verwendeten WLAN AP und Endgeräte, die eingerichte Umgebung und die auftretenden Symptome: das ist ein rein technisches Problem und liegt an den generellen Begrenzungen des Medium WLAN und letztendlich der Physik. Das lässt sich simpel erklären wenn man sich die überhaupt mögliche Technik bei WLAN genauer anschaut.
Hier kommt die Textwand.
Unsere Erfahrung:
Wenn auf einem AP (mit i.d.R. nur einem Transmitter und Receiver) nur ein WLAN mit einer SSID ausschließlich für Telefonie verwendet wird und zudem das Telefonienetzwerk komplett von allem Anderen separiert wird, dann
kann das grundsätzlich funktionieren. Und ja: auch wir haben die AX83H im Einsatz. Da spielt es auch eher keine Rolle, ob die AP von Meraki, Ubiquiti, TP-Link (z.B. Omada), Mikrotik oder aus der Grabschkiste vor der Kasse vom Aldi kommen (dafür gibt's hier sicher rot von Einigen als Bewertung, ist aber so). Die Ausnahme sind einige wenige Geräte einiger weniger Hersteller die für ein Frequenzband wirklich mehrere voneinander unabhängige Transmitter und Receiver samt dafür separater Antennen in einem einzigen Gerät untergebracht haben und die in diesem Gerät per Software auch entspr. separat verwaltet sind und werden können - vom elektronischen Aufbau und der Trennung die dafür notwendig ist mal noch abgesehen. Nur als Hinweis: wir verwenden seit längerem wenn mögllich Mikrotik WLAN AP - einfach weil da mehr möglich ist (man muss es aber auch tun und die Technik und Software beherrschen). Wir verabschieden uns seit längerem wo möglich von Meraki und Ubiquiti und auch von div. OpenWrt Wildwuchs den es in dieser Beziehung noch gibt.
Die bei
uns verwendeten und nötigen Bedingungen damit es funktioniert sind:
- ausschließlich reine WLAN VOIP Endgeräte in diesem WLAN Netzwerk die diese Echtzeitfähigkeit auch brauchen, sprich: keine Smartphones, keine Laptops, keine sonstigen Multimedia Endgeräte und auch sonst nichts anderes
- ausschließlich 2,4 Ghz WLAN dafür verwenden: Restriktion auf 20 MHz Kanalbandbreite, festgelegt auf 802.11g oder n (der Wechsel von g zu n oder reverse stört schon), es werden nur die Kanäle 1, 6 und 11 verwendet (und nicht wie in Europa möglich 1, 7 und 13), der minimal nötige Empfang wird auf den APs festgelegt (RSSI min. bei -75dBm oder mehr)
- die Abdeckung der WLAN Zellen muss sich ausreichend überlappen; die Überlappung dabei so wählen, dass benachbarte AP andere WLAN Kanäle nutzen; Achtung bei der Überlappung: dreidimensional denken, beachten und das auch nutzen bzw. vermeiden
- die Telefonienetzwerke sind separat von allen anderen Netzwerken, kein Endgerät aus diesem Netzwerk kommt von sich aus in das Internet, entspr. Verbindungsversuche werden sofort mit einem reject beantwortet, die Endgeräte bekommen nur Verbindung zur 3CX oder zum SBC, die Separierung der Netzwerke erfolgt am WLAN AP (bis zu diesem per VLAN und dann per PVID des WLAN) oder per kompletter Trennung auch der WLAN AP mit eigener phys. Verkabelung
- RTP in diesem Netzwerk erfolgt ausschließlich per UDP und ohne Verschlüsselung (das macht der SBC)
Probleme treten reproduzierbar auf wenn ein AP mehrere WLAN (mehrere SSID) im gleichen Frequenzband bedienen muss und andere Endgeräte - eben keine solchen VOIP Endgeräte - verbunden sind. VOIP per WLAN muss in Echtzeit erfolgen. Ausschließlich diese Endgeräte gehören in ein solches Netzwerk. Alles andere stört nur. Unterbrechungen treten systembedingt immer auf wenn ein AP mehrere SSID bedienen (und daher an seinen
einen Transmitter und Receiver bzw. der HW und SW davor wechseln) muss, irgendwelche Endgeräte eine hohe Bandbreite brauchen, Endgeräte zu weit weg vom WLAN AP sind und daher die gesamte Übertragung immer wieder neu ausgehandelt (und damit zu allen Clients unterbrochen und langsamer) wird usw..
WLAN Übertragungen sind nur halbduplex. Alle WLAN Endgeräte in einem WLAN Frequenzband an einem AP in einem Frequenzband mit nur einem Transmitter und Receiver teilen sich die gleiche Bandbreite - unabhängig von der SSID. Die Übertragungsgeschwindigkeit zw. WLAN AP und Endgerät wird ständig dynamisch ausgehandelt, ist zudem abhängig von der Erreichbarkeit zw. AP und Endgerät und beeinflusst
alle anderen Endgeräte in dieser Funkzelle / an diesem AP. Bei WLAN ist per se kein Roaming vorgesehen, schon gar kein Handover wie z.B. bei DECT. Wenn von WiFi 6 oder 7 geredet oder geschrieben wird, dann ist i.d.R. immer nur die Rede von mehr Kanalbandbreite, höherer Übertragungsgeschwindigkeit, mehreren Frequenzbändern, MLO usw. usf.. Das nutzt für diesen Einsatzzweck gar nichts. Da ist selten bis nie die Rede von Echtzeitanwendungen wie es VOIP benötigt wird. Bei VOIP interessiert die garantierte Verbindung (auch wenn sie langsam ist) die Latenz und roaming (sofern die Clients das auch mitmachen) z.B. per 802.11r (und 802.11k). Das ist erst 'seit kurzem' im Standard verankert und wird nicht überall richtig umgesetzt. Handover für VOIP ist so auch nicht wirklich möglich. Da müssen alle Beteiligten mitspielen.
Umkehrschluss: der schlechteste Empfänger bestimmt i.d.R. die gesamte Geschwindigkeit in einer WLAN Zelle, bedingt zudem häufiger neue Verhandlungen über die Geschwindigkeit und stört somit alle anderen Geräte diese Zelle. In der Regel trennen sich Clients eher nicht von einem AP (s.o., die Sache mit dem Standard) bzw. man kann das am Client nur schlecht beeinflussen. Man sollte das aber am AP einstellen können und auch tun, sprich: alle Clients mit zu wenig Empfang fliegen raus, s.o..
Die Liste ist noch länger, das ist nur ein kurzer Abriss von mir als Netzwerker und Elektroniker. Das lässt sich alles gut erklären und herleiten. Wie schon geschrieben: die verwendete Technik und die Physik hat Grenzen.
Das nur als kurzer Abriß. Das Thema ist wesentlich umfangreicher. Andere schreiben Bücher darüber und bekommen auch Geld dafür ...