Der globale Markt für VoIP-Dienstleistungen wird bis 2021 erwartungsgemäß 140 Milliarden USD betragen. So handelt es sich um ein progressives Wachstum und der Trend weist keine rückläufigen Bewegungen auf. Die Telekommunikationsanbieter stellen momentan ihre ISDN-Netzwerke auf All-IP um. Die Deutsche Telekom zum Beispiel will bis Ende 2018 alle Dienstleistungen komplett auf IP umgestellt haben. So ist es verständlich, dass All-IP den Standard der Branche bilden wird und Unternehmen mit dem Wechsel zu einer IP-Infrastruktur, das Maximum des Systems-Upgrades herausholen möchten.

Des Weiteren wird erwartet, dass aufgrund dieses Wandels PBX-Hersteller und Telekom-Anbieter zunehmend neue Partnerschaften bilden werden. Der Augenmerk der ITK-Branche liegt somit nach wie vor auf der Weiterentwicklung einer funktionsreichen IP-Telefonanlage, welche sich in vielen Details massiv gegenüber traditionellen Telefonanlagen unterscheidet.

Unterschiede einer IP-Telefonanlage und traditionellen Telefonanlage

Der maßgebende Unterschied zwischen einer traditionellen PBX und einer IP-Telefonanlage ist, das bei Letzterer durch die Nutzung von VoIP und SIP, Gespräche über das Internet getätigt werden können. Dies ist natürlich ein wichtiger Faktor, um Gesprächskosten zu reduzieren, insbesondere wenn es sich um Ferngespräche handelt. Da die IP-Telefonanlage das Internet nutzt, sind ferner weitaus mehr Funktionen verfügbar. Eine IP-Telefonanlage kann zum Beispiel Daten übertragen und ermöglicht Features wie Videokonferenzen oder Fax-to-Email.

Hinsichtlich der Infrastruktur sind softwarebasierte Systeme im Vergleich zu traditionellen Systemen weitaus flexibler, einfacher und günstiger zu installieren. Das bedeutet auch, dass ein Software-System auf bestehender Hardware installiert werden kann, ohne oder mit nur sehr geringem Installationsaufwand. Vor allem für kleinere Büroeinheiten, die keine eigenen Server zur Verfügung haben, bietet sich die Nutzung von günstigen Geräten an, wie zum Beispiel mini-PCs. Mit einer traditionellen PBX ist dies schlicht nicht umsetzbar.

Hinsichtlich den Vor,- und Nachteilen punkten softwarebasierte IP-Telefonanlagen in allen Belangen, insbesondere bei der Kostenreduzierung, Flexibilität, einfacher Verwaltung und Funktionsvielfalt. Oft wird die Meinung vertreten, dass traditionelle Systeme verlässlicher sind im Vergleich zu den VoIP-Systemen, wie im Beispiel eines Stromausfalls oder Internetproblems. Auch wenn ein solches Szenario durchaus zutreffen kann, ist es höchst unwahrscheinlich, dass dies täglich passiert und so fallen die Vorteile einer IP-Telefonanlage weitaus schwerer in der Gewichtung. Ferner muss man auch anmerken, dass bei einem Systemausfall eine softwarebasierte IP-Telefonanlage durch Failover und Backup sowie Wiederherstellungsfunktion geschützt ist. So werden sowohl Ausfallzeiten des Systems verkürzt sowie dem Datenverlust entgegengesteuert.

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