Die deutschen Unternehmen sind noch nicht auf virtuelle Unternehmenslösungen umgestiegen und befinden sich auf den hinteren Plätzen im internationalen Vergleich der KMUs. Das Cloud-Barometer 2015 des Marktforschungsinstituts Pb7 im Auftrag von Exact verdeutlicht, dass in manchen Unternehmensprozessen Deutschland sogar das Schlusslicht bildet.

Knapp 3.000 Unternehmen wurden mit weniger als 50 Mitarbeiter in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden sowie in den Staaten befragt und die heimischen Firmen vermitteln nicht den Eindruck neue Trends und Technologien rasch anzunehmen. Im internationalen Durchschnitt nutzen rund 47% Unternehmenslösungen aus der Cloud, während in Deutschland 31% den Sprung zu Hosted gewagt haben

Da stellt sich natürlich die Frage, weshalb die deutschen Chefetagen den Dienstleistungen aus der “Wolke” noch skeptisch gegenüberstehen und Gefahr laufen Vorteile zu spät für sich nutzen.

Die Gründe

Altsysteme: Viele der KMUs haben den Umstieg noch nicht erwägt, da das “alte” System noch hält und der Geschäftsalltag noch gut zu bewältigen ist. Das Motto “der Mensch ist ein Gewöhnungstier” spiegelt dies oft auch in Firmen wieder.

Budgetfrage: Jeder Wechsel bedeutet erstmal, dass Kapital zum Erwerb und Implementierung erbracht werden muss. Für KMUs ist die Frage für Neuinvestitionen dementsprechend verständlicher Weise nicht vom einen Tag auf den anderen ohne weiteres zu treffen.

Skepsis: Erfahrungsgemäß sind deutsche Unternehmer skeptischer als Kollegen anderer Länder wenn es um neue technische Entwicklungen geht. Der Sprung kommt meistens erst zu einem Zeitpunkt an dem die Technologie den Test der Zeit bestanden hat und nun ohne Gewissen eingesetzt werden kann.

Cloud Computing hat jedoch schon unter Beweis gestellt vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen enorme Vorteile zu bieten.

Die Telekommunikationssparte ist hier ein besonders gutes Beispiel wie sich Kommunikation aus der Cloud und im speziellen eine virtuelle Telefonanlage vor allem für KMUs lohnt.

Die Vorteile eines virtuellen Telefonanschluss

Kostenreduzierung: Ganz offensichtlich ist eine virtuelle Telefonanlage mit großen Kostenersparnis-Potential verbunden. IP-Telefonie ermöglicht kostenfreie interne Anrufe und durch die Nutzung von SIP Trunks sind externe,- und Ferngespräche gravierend günstiger. Mit dem 3CX Phone System können bis zu 80% Kosten gespart werden.

Systemwartungen: Alte Telefonanlage sind nicht nur umständlich zu warten, sondern im Falle eines Defektes, sehr teuer wieder aufzurüsten. Darüber hinaus müssen IT-Mitarbeiter einen Hauptteil ihrer Zeit in das Management dieser Systeme investieren. Software-basierte virtuelle Telefonanlagen können leicht über eine Web-Interface betrieben werden und Updates und Wartungen erfolgen automatisch, ganz ohne den üblichen “Kabelsalat”.

Geschäftsprozessoptimierung: Für KMUs stehen Optimierungsprozesse von Geschäftsabläufen normalerweise nicht an erster Stelle der To-Do-Liste. Dies ist aber nicht zwingend ein Vorteil. Virtuelle Telefonanlagen und Kommunikationsstrukturen ermöglichen eine automatische Geschäftsprozessoptimierung, aufgrund der modernisierten Kommunkiationsinfrastruktur. Technologien wie Videokonferenzen, Unified Communications und Enterprise Mobility werden durch Hosted PBX ganz schnell zur Realität und ermöglichen darüber hinaus einfache Skalierbarkeit.

Die deutschen Unternehmen brauchen vielleicht etwas länger um neue Formen der Kommunikation anzunehmen, aber werden es definitiv bald tun müssen, da ihnen schon bald durch die All-IP-Umstellung der Deutschen Telekom die ISDN-Anschlüße aus dem Stecker gezogen werden.